Blackout
: Stromausfall in Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs – Strom teilweise zurück

UPDATE: Blackout: in Spanien – ein massiver Stromausfall legt das Land sowie Portugal und Teile Frankreichs lahm. Es herrscht aufgeregte Stimmung. War das ein Cyberangriff?
Von
Doreen Matschuk
Madrid
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This photograph shows the 25th April bridge over the Tagus river with the lights off following a massive power cut affecting the entire Iberian peninsula and the south of France, in Lisbon on April 28, 2025. A "massive" power cut late on April 28, 2025 morning affected the whole of the Iberian peninsula and part of France, according to Portuguese electricity network operator REN. (Photo by Patricia DE MELO MOREIRA / AFP)

Blackout in Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs: Massiver Stromausfall legt ganzes Land lahm. Alles zur Ursache und den Hintergründen. Foto: Die Brücke über dem Tejo in Lissabon am 25. April, die nach dem massiven Stromausfall nicht beleuchtet ist.

PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP

UPDATE 29.04. 08:03: Ungefähr 50 Prozent des Strombedarfs in Spanien sei inzwischen wieder gesichert, teilte der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica mit. Auch in Teilen Lissabons, Portos und anderen Regionen in Portugal wurde die Versorgung am 28.04. abends teilweise wieder hergestellt, teilten die portugiesischen Medien mit.

UPDATE 28.04. 23:00: Die portugiesische Cybersicherheitsbehörde sowie der aus Portugal stammende EU-Ratspräsident António Costa betonten, dass aktuell keine Anzeichen für einen Cyberangriff vorliegen. Portugals geschäftsführender Ministerpräsident Luís Montenegro erklärte: „Nichts ist ausgeschlossen, aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass es sich um eine Cyberattacke handelt“. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez äußerte, dass es bislang keine gesicherten Informationen zur Ursache gäbe, jedoch keine Hypothese ausgeschlossen werden sollte, aber auch nicht zu viel spekuliert werden dürfe.

Am Montagmittag (28. April) kam es in Spanien zu einem flächendeckenden Stromausfall, der auch Teile Portugals, Andorras und Frankreichs in Mitleidenschaft zog – mit weitreichenden Folgen. Die Stimmung ist aufgeregt, die Menschen sind unsicher. Ist ein Cyberangriff die Ursache?

Landesweiter Stromausfall erschüttert Spanien, Portugal und Frankreich

Der Stromausfall hat weitreichende Folgen für das öffentliche Leben: In Madrid musste der Hauptbahnhof Atocha evakuiert werden und der Zugverkehr kam vielerorts zum Erliegen. Auch das renommierte Masters-1000-Tennisturnier in Madrid musste unterbrochen werden. Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichteten aus Madrid und Barcelona von großflächigen Stromausfällen.

Der Energieversorger Endesa bestätigte den Vorfall. Dabei waren nicht nur Haushalte betroffen – auch Internetverbindungen und Telefonnetze brachen zusammen.

Blackout: Ursache in Frankreich? Cyberangriff wird geprüft

Ersten Informationen zufolge könnte eine Störung in einer französischen Hochspannungsleitung die Ursache für den großflächigen Blackout sein. Diese soll die Energieversorgung auf der iberischen Halbinsel erheblich beeinträchtigt haben. Auch ein möglicher Cyberangriff ist nicht ausgeschlossen. Die Ursachen werden momentan intensivst geprüft.

Metro in Lissabon eingestellt – Verkehrschaos in Städten

In Portugal fiel ebenfalls der Strom aus, was unter anderem zum kompletten Stillstand der Metro in Lissabon führte. In Madrid funktionierten zahlreiche Ampelanlagen nicht mehr, was zu Verkehrschaos auf den Straßen beitrug und auch noch nicht vorbei ist.

Laut Aussagen Betroffener in Südspanien, herrscht dort eine Stimmung wie bei Covid. Die Menschen stürmen in die Supermärkte und sind sehr aufgeregt über das, was da heute passiert ist.

Behörden arbeiten an Aufklärung – Netzstabilisierung läuft

Die ersten Störungsmeldungen gingen gegen 12:50 Uhr bei der spanischen Netzagentur Efe ein. Auch aus Frankreich wurden Stromausfälle gemeldet. Der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica arbeitet intensiv daran, die Energieversorgung wiederherzustellen. Man habe bereits begonnen, die Spannung im Norden und Süden Spaniens schrittweise hochzufahren, wie das Unternehmen auf der Plattform X bekannt gab.

Spanische Regierungsstellen kündigten an, dass Spezialisten aus verschiedenen Ministerien derzeit gemeinsam an der Ursachenforschung arbeiten. Die genauen Hintergründe bleiben vorerst unklar.