Bob-Doping bei Wulff: Auch B-Probe des Friedrich-Anschiebers ist positiv

Simon Wulff hat mit Doping-Vorwürfen zu kämpfen.
Sebastian Kahnert/dpa- Simon Wulff wurde positiv auf Methylhexanamin getestet, auch die B-Probe bestätigt den Befund.
- Das Stimulanzmittel ist bei Wettkämpfen verboten, im Training jedoch erlaubt.
- Wulff und sein Anwalt suchen nach der Quelle der Kontamination in Nahrungsergänzungsmitteln.
- BSD-Chef Thomas Schwab unterstützt Wulff und hofft auf eine Lösung vor Olympia 2026.
- Wulff wurde vom Sportbetrieb freigestellt, seine Teilnahme an Olympia ist fraglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei Simon Wulff ist auch in der B-Probe das in Wettkämpfen verbotene Stimulanzmittel Methylhexanamin nachgewiesen worden. Das sind die Folgen für den Bob-Anschieber.
Wie kam das Methylhexanamin in Wulffs Körper?
„Nach wie vor ist es uns unerklärlich, was die Quelle der Kontamination sein könnte“, sagte Wulffs Anwalt Thomas Summerer. Die Substanz kommt häufig in Nahrungsergänzungsmitteln vor, die für extremen Fettabbau oder auch Muskelaufbau eingesetzt werden.
Methylhexanamin im Training erlaubt, im Wettkampf nicht
Bei Wulff war die Substanz, die im Training erlaubt ist, in einer Wettkampfprobe vom Weltcup-Auftakt am 7. Dezember in Altenberg nachgewiesen worden. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hatte den Anschieber von Francesco Friedrich darauf vorsorglich vom Sportbetrieb freigestellt. Bei der WM in Lake Placid gewann Friedrich ohne Wulff Gold im Zweier und Vierer.
Nahrungsergänzungsmittel werden getestet
„Wir lassen deshalb derzeit einige Nahrungsergänzungsmittel, die mein Mandant eingenommen hat, analysieren, um entlastende Umstände aufzuspüren“, sagte Summerer. Wulff muss die Kosten dafür selbst tragen, der Weltverband IBSF, der Wulff nicht vorläufig gesperrt hatte, lehnte eine Unterstützung nach Angaben des Anwalts ab.
BSD-Chef Thomas Schwab vertraut Wulff
„Ich habe Simon als einen sehr integren Menschen kennengelernt und wünsche ihm von Herzen, dass es ihm und seinen Unterstützern gelingt, die Kontaminationsquelle zu finden“, sagte BSD-Chef Thomas Schwab der Sächsischen Zeitung: „Nur so hätte er noch eine Chance, mit dem Team von Francesco Friedrich bei Olympia in Cortina dabei zu sein.“
Wulff hatte in den ersten Weltcup-Wochen als Anschieber von Friedrich für Furore gesorgt. Ob er bei den Olympischen Spielen 2026 in Cortina d'Ampezzo zum Aufgebot des viermaligen Olympiasiegers gehört, ist nun aber äußerst fraglich.

