Brand im Müritz-Nationalpark
: Karte zeigt, wo es heute in MV regnen soll

Im Kampf gegen den großen Brand im Müritz-Nationalpark hoffen die Einsatzkräfte heute auf Regen. Unsere Karte zeigt, wo es heute in MV regnen und gewittern soll.
Von
Daniel Steiger
Kratzeburg
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Waldbrand im Müritz-Nationalpark: 16.07.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Kratzeburg: Ein Bundeswehr-Hubschrauber CH-53 wirft aus dem 5000-Liter-Tank Löschwasser über dem Waldbrand im Müritz-Nationalpark ab. Der Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände hat sich auf mittlerweile 269 Hektar ausgedehnt. Derzeit sind etwa 375 Einsatzkräfte vor Ort. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Brand im Müritz-Nationalpark: Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bundeswehr hoffen heute auf Unterstützung durch Regen.

Jens Büttner/dpa

Seit Beginn der Woche kämpfen Feuerwehren gegen den Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern (MV). Für heute haben die Meteorologen Hilfe von oben angesagt. Wie sind die Aussichten und die Lage vor Ort?

Wetter in Mecklenburg-Vorpommern – Hilft der Regen gegen den Waldbrand?

Die Einsatzkräfte machen sich am heutigen Freitag, 17. Juli 2026, berechtigte Hoffnung auf Regen. Laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes ist es heute in Mecklenburg-Vorpommern anfangs heiter, teils wolkig und es gibt nur vereinzelt Schauer. Ab dem Mittag zieht von Südwesten dichtere Bewölkung mit Schauern und Gewittern auf, zum Teil mit Unwetterpotential. Erwärmung auf 26 bis 29, an der Küste 23 bis 26 Grad. Abseits der Gewitter weht ein schwacher Wind aus östlichen, später aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Samstag gibt es in MV zunächst noch viele Wolken und bis Mitternacht ostwärts abziehende Schauer und Gewitter mit heftigem Starkregen, lokal Unwetterpotential.

Brand im Müritz-Nationalpark: So ist die Lage aktuell

Im Müritz-Nationalpark kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen den Flächenbrand auf dem Gebiet eines früheren Truppenübungsplatzes. Zuletzt lag die Ausdehnung bei etwa 360 Hektar, wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Donnerstagabend mitteilte. Der Einsatz der Bundeswehrhubschrauber sei effektiv. Es seien im Tagesverlauf wieder Hubschrauber vor Ort und unterstützen, hieß es. Gegen 10.30 Uhr am heutigen Freitag gehe der Einsatz weiter.

Gemeldet wurde der Brand am Montag. Seitdem läuft der Einsatz. Am Donnerstag waren den Angaben nach rund 400 Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung dabei. Die Flammen breiten sich vor allem nach Süden und Osten aus. Die Evakuierung des Ortsteils Granzin bleibe bestehen, teilte der Landkreis am Abend mit. Der Dambecker See, der Granziner See, der Käbelicksee und der Priesterbäker See dienten den Bundeswehrhubschraubern als Wasserentnahmestellen.

Nach Angaben des Munitionsbergungsdienstes gelten in Mecklenburg-Vorpommern rund 60.000 Hektar Wald - etwa zehn Prozent der gesamten Waldfläche - als munitionsbelastet. Davon entfallen rund 28.400 Hektar auf die höchste Gefährdungskategorie 4, worunter auch panzerbrechende Munition zählt.