Brandenburg: Wann droht der nächste Streik im Nahverkehr?

Wann müssen Fahrgäste wieder mit einem Streik im Nahverkehr in Brandenburg rechnen?
Martin SchuttDer öffentliche Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands ist wegen eines ganztägigen Warnstreiks weitgehend zum Erliegen gekommen. Bei zahlreichen kommunalen Verkehrsunternehmen bleiben Busse sowie Straßen- und U-Bahnen aufgrund des Arbeitskampfes in den Depots. Nach Angaben von Verdi sind fast alle 16 Bundesländer betroffen. Auch in vielen Städten in Brandenburg steht der ÖPNV am Montag still. Droht ein weiterer Warnstreik in dem Bundesland?
Warnstreik in Brandenburg am Montag, dem 2. Februar 2026
Der Warnstreik sorgt am Montag für erhebliche Probleme. Millionen Beschäftigte müssen in ganz Deutschland trotz eingeschränktem Nahverkehr pünktlich zur Arbeit kommen. Auch für Eltern ist die Situation belastend, denn Schülerinnen und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Zusätzlich erschwert das Wetter die Lage: In mehreren Regionen drohen weiterhin gefrierender Regen und glatte Straßen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt. Wie Verdi berichtet, findet der Streik in Brandenburg am Montag in zahlreichen Städten statt. Vom Streik erfasst sind folgende Unternehmen:
- Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH
- Barnimer Busgesellschaft mbH
- Stadtverkehrsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder)
- Busverkehr Oder-Spree GmbH
- mobus Märkisch-Oderland Bus GmbH
- Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH
- Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH
- Verkehrsbetriebe Brandenburg a.d.H. GmbH (VBBr)
- ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
- regiobus Potsdam Mittelmark GmbH"
- Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH
- Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming mbH
- Cottbusverkehr GmbH
- Spree-Neiße Cottbusverkehr GmbH
- Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme Spreewald mbH
- Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mbH
Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen.
Brandenburg: Droht ein weiterer Warnstreik?
Der Warnstreik endet laut Verdi in der Nacht zum Dienstag um 3.00 Uhr. Man gehe davon aus, dass der Nahverkehr dann wieder wie gewohnt in den einzelnen Verkehrsbereichen rolle, sagte eine Sprecherin laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ein neues Datum für einen weiteren Warnstreik in Brandenburg steht bislang nicht fest.
Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert betonte allerdings, dass zum Beispiel in Baden-Württemberg neue Aktionen je nach Verlauf der Tarifverhandlungen jederzeit wieder möglich seien. Dieser Fall könnte analog auch in Brandenburg eintreten.
Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Mit Material der dpa
