Messwoche startet
: Ab heute sollen die Brandenburger Funklöcher suchen

Die Bundesnetzagentur startet am 26. Mai eine Funkloch-Messwoche. So kann man in Brandenburg mitmachen.
Von
Nicole Züge
Frankfurt (Oder)
Jetzt in der App anhören
In einigen Gegenden in Ostprignitz-Ruppin ist mobiles Internet immer noch nicht möglich. Der Anbieter Vodafone will bis Mitte 2023 weitere Funklöcher schließen. (Symbolfoto)

ARCHIV - 13.08.2020, Bayern, Kempten: Die Aufschrift «Kein Netz» ist auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons zu sehen. Der Handyempfang ist in vielen ländlichen Regionen Deutschlands noch immer sehr lückenhaft. (zu dpa «Bericht offenbart schlechten Handyempfang auf dem Land») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Funklöcher in Brandenburg sind in einigen Gegenden noch immer zu finden. Die Bundesnetzagentur startet am 26. Mai die erste, bundesweite Messwoche, um die Netzabdeckung zu erfassen. (Symbolbild)

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Funklöcher, wenig Bandbreite – auch wenn der Netzausbau in Brandenburg in jüngster Zeit voranging, gibt es noch Lücken auf der Empfangskarte. Wo die genau zu finden sind, möchte die Bundesnetzagentur herausfinden und alle Brandenburgerinnen und Brandenburger sind angehalten, bei der Funkloch-Messwoche mitzumachen. Wie das geht und worauf man achten muss, erklären wir hier.

Bundesnetzagentur startet bundesweite Mobilfunk-Messwoche

„In Brandenburg gibt es nach wie vor viele Regionen mit schlechter Netzabdeckung. Verbraucherpolitische Forderung ist daher, den Datenempfang insbesondere in den ländlichen Regionen zu verbessern. Sowie auch in Bus und Bahn, um gerade die klimafreundlichen Verkehrsmittel noch attraktiver zu machen“, sagt Michèle Scherer, Referentin für Digitales bei der Verbraucherzentrale in Brandenburg (VZB). Die VZB möchte darum alle, die in Brandenburg regelmäßig unterwegs sind oder hier wohnen, dazu ermutigen, bei der bundesweiten Messwoche der Bundesnetzagentur mitzumachen.

Mobilfunk-Messwoche 2025: So geht die Funkloch-Jagd in Brandenburg

Die Teilnahme ist einfach: Wer mitmachen möchte, muss sich zunächst die App der Bundesnetzagentur zur Breitbandmessung beziehungsweise Funklochmeldung installieren und während der Messwoche vom 26. Mai bis zum 1. Juni 2025 einschalten. Die Ergebnisse fließen in eine Funklochkarte ein und können helfen, die Situation auch in Brandenburg zu erfassen und letztlich zu verbessern.

„Messungen sind aus unserer Sicht nicht nur über lange Strecken sinnvoll, sondern ebenfalls bei kurzen Wegen, und unabhängig davon, ob Menschen zu Fuß, mit dem Rad, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Auto unterwegs sind. Insbesondere das Aufspüren möglicher Funklöcher im ländlichen Raum ist hierbei hilfreich“, erklärt Scherer.

VZB fordert besseren Mobilfunk-Empfang und WLAN-Ausbau

Die VZB hat bereits zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode die Verbesserung sowie den lückenlosen Ausbau der Netzabdeckung formuliert. Die Forderung ist Teil eines 14-Punkte-Katalogs, der sich mit verbraucherpolitischen Forderungen für das Land befasst. Der Katalog umfasst Themen wie bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung, Verbraucherschutz in der Schule und eben auch die Weiterentwicklung des Angebots öffentlicher Mobilität, sowie den lückenlosen Ausbau der Netzabdeckung insgesamt. Auch der Ausbau des WLAN-Angebotes in Bus und Bahn ist Teil des Forderungspapiers.