BVG-Streik 2026
: Diese Linien fahren am Montag trotzdem in Berlin!

Verdi hat für Montag einen Streik in der laufenden Tarifverhandlung angekündigt. Welche Linien fallen aus und welche sind weiterhin in Betrieb?
Von
David Hahn
Berlin
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BVG werben für mehr Sauberkeit in Bahnen und Bussen

Verdi hat für Montag, den 2. Februar 2026, einen Warnstreik im Berliner Nahverkehr angekündigt. Welche Linien fahren trotzdem?

Daniel Naupold/dpa

Verdi hat zu einem Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) aufgerufen. Einen Überblick über betroffene Linien, verbleibende Verbindungen und Alternativen gibt es hier.

Berlin: BVG-Streik am Montag

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) am Montag, dem 2. Februar 2026, aufgerufen. Der Streik beginnt am Montag um 3:00 Uhr und dauert bis Betriebsende an. Dadurch kommt der Nahverkehr in Berlin an diesen beiden Tagen weitgehend zum Erliegen. Welche Ausnahmen gibt es?

Notfahrplan in Berlin: Diese Linien fahren am Montag trotz Streik

Laut aktuellen Angaben der BVG werden während des Streiks keine Trams, Busse und U-Bahnen verkehren. Ausnahmen gelten für bestimmte Buslinien und Verbindungen, die von externen Unternehmen im Auftrag der BVG betrieben werden. Das gilt für alle Fähren (F10, F11, F12) sowie folgende Buslinien: 106, 114, 118, 124, 133, 175, 184, 204, 234, 275, 316, 318, 326, 161, 363, N12, N23, N35, N39, N53, N61, N69, N84, N91, N95, N97.

Vor Fahrtantritt sollte geprüft werden, ob in den BVG-Apps oder auf der Webseite der BVG die Fahrt mit einer Echtzeitinformation aktuell anzeigt wird.

S-Bahn, RE und Co.: Welche weiteren Alternativen gibt es?

Die S-Bahn ist nicht betroffen und verkehrt planmäßig, da sie von der Deutschen Bahn betrieben wird. Auch die Ringbahn wird am Montag wie gewohnt in Berlin verkehren. Darüber hinaus können Fahrgäste prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste wie Bolt und Uber zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem stehen Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung.

Nahverkehr in Berlin: Warum wird im ÖPNV gestreikt?

Zwei Gesprächsrunden zwischen den beiden Tarifparteien sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Verdi verhandelt derzeit parallel in allen 16 Bundesländern mit den Verkehrsunternehmen. Während sich die Tarifrunde im vergangenen Jahr um mehr Geld drehte, geht es dieses Mal in den meisten Ländern um den sogenannten Manteltarifvertrag, so auch in Berlin. Dieser regelt vor allem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Verdi fordert unter anderem mehr Urlaubstage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage. Außerdem will die Gewerkschaft eine Erhöhung der sogenannten Wendezeit auf sechs Minuten ohne Ausnahme. Das betrifft die Zeit, die Fahrerinnen und Fahrer an einer Endhaltestelle haben, bevor sie wieder in die Gegenrichtung aufbrechen.

Der BVG zufolge hat die Gewerkschaft in der ersten Runde ihren Forderungskatalog noch einmal ausgeweitet. Darin enthalten sei auch eine 35-Stunden-Woche, die die Gewerkschaft durchsetzen wolle. Verdi selbst hatte sich bisher nicht dazu geäußert.

Mit Material der dpa