Corona Impfung Reihenfolge: Wer wird zuerst geimpft? Jens Spahn zur Impfstoffverteilung

Jens Spahn äußert sich zur Impfstrategie.
dpa- Das Bundesgesundheitsministerium rechnet zum Jahresbeginn 2021 mit Corona–Impfungen.
- Eine Impfstrategie für Deutschland gibt in Deutschland schon.
- Wer sich wann impfen lassen kann, dazu gibt es auch schon klare Vorstellungen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat kurz vor seiner Unterzeichnung der Impfverordnung die darin geregelte Prioritätensetzung mit dem größten Effekt für diese Gruppen begründet. Die Menschen, die als erstes geimpft werden sollen, seien in drei Gruppen eingeordnet, sagte er am Freitag im ZDF-“Morgenmagazin“. Angefangen werde bei jenen, für die der Impfschutz zusätzliche Gesundheit und Lebensjahre bringe. „Wir fangen jetzt mit den über 80–Jährigen, den Höchstbetagten, den Pflegebedürftigen und denjenigen, die sie pflegen und betreuen, an.“ Diese Gruppe sei schon sehr groß — und besonders gefährdet. Durch die Impfungen der über 80–Jährigen und der Pflegebedürftigen könne man Krankenhauseinweisungen sowie schwerste und tödlichste Verläufe vermeiden.
So sieht die Impfstrategie der Bundesregierung für Deutschland aus
Stufe 1: Zunächst sind demnach Ältere über 80 Jahre und Pflegeheimbewohner an der Reihe. Ebenfalls in dieser ersten Stufe sollte medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko etwa in Notaufnahmen oder der Behandlung von Corona–Patienten sowie Personal in der Altenpflege, geimpft werden.
Stufe 2 mit sieben Millionen Menschen gehören Ältere zwischen 75 und 79 Jahren, Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung in Einrichtungen und dort tätiges Personal sowie Menschen mit Down–Syndrom. Auch die Hausärzte gehören zu dieser Stufe. Unter Stufe 2 sollen zudem enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren gefasst werden, auch Menschen, die in Asyl– und Obdachlosenunterkünften leben und somit zahlreichen Kontakten ausgesetzt sind.
In Stufe 3 wären dem Bericht zufolge Menschen ab 60 Jahren oder solche mit erhöhtem Risiko für einen schweren Covid–19–Verlauf. Ebenfalls fallen auch Mitarbeiter „in relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen“ wie etwa, Polizei, Feuerwehr, Regierung, Justiz, und im Bildungssektor. Auch Saisonarbeiter sollen hier zum Zuge kommen.