Corona-Impfung
: Wann sollte man sich impfen lassen?

Die aktuellen Corona-Infektionen steigen, aber die Saison beginnt gerade erst. Wann sollte man sich impfen lassen, um optimalen Schutz bis ins Frühjahr zu haben?
Von
Nicole Züge
Berlin
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Lange Nacht des Impfens: ILLUSTRATION - 08.02.2022, Niedersachsen, Bad Essen: Eine Apothekerin zieht während einer gestellten Situation in ihrer Apotheke den Impfstoff Comirnaty vom Hersteller Biontech / Pfizer gegen das Coronavirus mit einer Spritze auf. (zu dpa: «Grippe- und Corona-Impfungen bis spätabends») Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Corona-Impfung?

Friso Gentsch/dpa

Deutschland ist in der Herbst- und damit auch in der Corona-Saison angekommen. Laut Monatsbericht des Robert-Koch-Instituts steigen Covid-19-Zahlen seit dem Sommer wieder deutlich an. Das hängt auch mit der derzeit dominierenden Coronavirus-Subvariante „Stratus“ zusammen. Die Omikron-Abstammungslinie, auch „Frankenstein-Variante“ genannt, verbreitet sich dank einer Mutation rasch und prägt das Infektionsgeschehen im Herbst 2025.

Die neue Corona-Variante ist zwar bislang nicht dafür bekannt, besonders viele, schwere Verläufe zu verursachen, jedoch sind Risikogruppen weiterhin angehalten, sich eine Corona-Impfung verabreichen zu lassen. Gibt es so etwas wie den perfekten Zeitpunkt für so eine Impfung?

Corona-Impfung oder Basisimmunität?

Laut dem Robert-Koch-Institut und der STIKO ist eine Basisimmunität gegen SARS-CoV-2 erreicht, wenn mindestens 3 „SARS-CoV-2 Antigen­kontakte“ erfolgt sind. Unter Antigenkontakten versteht man entweder die Impfung oder die Infektion. Einer der 3 Kontakte sollte eine Impfung sein.

Für Personen zwischen 18 und 59 Jahre ohne Grunderkrankungen sowie Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangere ohne Grunderkrankungen ist eine solche Basisimmunität nach Einschätzung der STIKO ausreichend. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht dennoch impfen lassen kann.

Risikogruppen: Diesen Menschen wird die Impfung empfohlen

Für besonders gefährdete Personengruppen wird ohnehin, zusätzlich zu einer bestehenden Basisimmunität, eine jährliche Auffrischimpfung empfohlen. Zu solchen Risikogruppen zählen Babys ab 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf infolge einer Grund­erkrankung, Personen über 60 Jahren, Bewohnende von Pflege-Einrichtungen sowie Personal in Gesundheits­einrichtungen mit direktem Kontakt zu Bewohnenden oder Patientinnen und Patienten.

Auch jüngere Menschen mit Grunderkrankungen sollten sich impfen lassen. Das ist etwa der Fall bei chronischen Erkrankungen der Atemwege wie COPD, bei chronischen Erkrankungen von Herz-Kreislauf, Leber oder Nieren, bei Diabetes Mellitus, Immunschwäche, Adipositas, Trisomie 21 sowie Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

Corona-Impfung: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Sowohl die STIKO, als auch das Robert-Koch-Institut empfehlen die Impfung zu Beginn der jährlichen Infektsaison im Herbst, das bedeutet im Oktober oder November. Es sind aber auch spätere Impfzeitpunkte in der laufenden Saison möglich.

Der Schutz vor einer Infektion fällt nach einer Impfung etwa nach 3 bis 5 Monaten spürbar ab. Das hat eine Studie ergeben. Die Studie aus dem Jahr 2021 kam auch zu dem Ergebnis, dass der Schutz vor schweren Verläufen, Hospitalisierung und Tod deutlich länger anhält, nämlich meist mindestens 5 bis 6 Monate, bei mRNA-Impfstoffen teils darüber hinaus. Somit sollte der Schutz vor schweren Verläufen für die ganze Saison gesichert sein, wenn man sich ab Oktober gegen Corona impfen lässt. Auch interessant: Corona 2025: Diese Symptome sind typisch