Corona-Infektion Urlaub
: Türkei, Spanien, Kroatien: Wo steckt man sich auf Reisen mit Corona an?

Aus welchen Ländern bringen Urlauber die meisten Corona-Infektionen mit nach Deutschland? Das RKI hat eine Liste herausgegeben. Wo steckt man sich an? Durch Reiserückkehrer steigen die Corona-Zahlen.
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Laura Liboschik mit dpa
Ulm
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Aus welchen Ländern bringen Urlauber die meisten Corona-Infektionen mit nach Deutschland? Das RKI hat eine Liste herausgegeben.

Peter Kneffel/dpa
  • RKI: Es werden zunehmend Corona-Fälle nach Reisen gemeldet
  • Welche Urlaubsländer sind bisher am häufigsten als wahrscheinliche Orte von Corona-Ansteckungen?
  • Mit Rückkehrern aus dem Sommerurlaub steigen in Deutschland die Inzidenzwerte wieder an

Corona-Infektionen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) eine zunehmende Rolle beim derzeitigen Infektionsgeschehen in Deutschland. Das schreibt das RKI in seinem wöchentlichen Lagebericht vom Donnerstagabend. In der Zeit vom 28. Juni bis 25. Juli sind demnach 3662 Fälle gemeldet worden, in denen die Betroffenen dem Virus wahrscheinlich im Ausland ausgesetzt waren.

Spanien, Niederlande und Türkei: Wo steckt man sich mit Corona an?

Als wahrscheinliche Infektionsländer in den vier betrachteten Wochen wurden folgende Länder am häufigsten genannt:

Ein besonders starker Zuwachs seit Mitte Juli ist für die Türkei verzeichnet, hier verdoppelte sich die Zahl der pro Woche erfassten Fälle ungefähr. Darauf folgen weitere beliebte Urlaubsländer:

Corona-Infektionen durch Urlaub: Testpflicht für Ungeimpfte soll helfen

Eine Corona-Ausbreitung durch heimkommende Sommerurlauber soll durch neue Regeln für die Einreise nach Deutschland gebremst werden. Auf breitere Testpflichten müssen sich nach einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor allem Nicht-Geimpfte einstellen.

Corona-Ansteckung im Ausland: Woher kommen die meisten Infektionen?

Der überwiegende Anteil der Corona-Übertragungen finde allerdings weiterhin innerhalb Deutschlands statt, betont das RKI – die Rede ist von mindestens 81 Prozent. Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland liegen bei weitem nicht bei jedem Fall vor. In Deutschland und dem europäischen Ausland sind dem Bericht zufolge als besorgniserregend eingestufte Virusvarianten vorherrschend. Hierzulande wird die deutlich ansteckendere Delta-Variante in einer Stichprobe mittlerweile in rund neun von zehn Fällen gefunden (91 Prozent). Der Anteil war über Wochen teils sehr rasch gewachsen.

Inzidenz steigt mit Reiserückkehrern: Corona-Infektionen durch Urlaub und Partys

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt laut RKI derzeit vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 34 Jahren. Die mit Abstand höchsten Werte werden für die Vorwoche bei den Untergruppen der 15- bis 19-Jährigen mit 40 und bei den 20- bis 24-Jährigen mit 45 verzeichnet. Vor allem die Menschen ab 60, bei denen die Impfquote höher ist als bei Jüngeren, sind bislang von dem deutlichen Anstieg verschont. Da die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen insgesamt noch niedrig sei, könnten Gesundheitsämter viele Infektionsketten nachvollziehen, hält das RKI fest.

RKI: Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen steigt auf niedrigem Niveau

Weiter setzt sich laut RKI der Rückgang der Zahl von Krankenhaus- und Intensivstation-Fällen mit Covid-19 nicht fort. Stattdessen sei der Anteil von Patienten mit dieser Diagnose an allen Fällen mit schweren Atemwegsinfektionen vergangene Woche wieder leicht angestiegen. „Insgesamt liegen die Werte zurzeit aber auf einem niedrigen Niveau.“