Corona Regierung Konferenz: Impfstoff, Infektions-Nachverfolgung, Risikogruppen - Weitere Schutzmaßnahmen

Risikogruppen sollen vergünstigte FFP2-Masken zur Verfügung gestellt werden. (Symbolbild)
Hauke-Christian Dittrich/dpa- Das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland bleibt weiterhin angespannt. Am Montag (16.11) meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 10.000 Neuinfektionen.
- Deutschland im Lockdown light. Wie gut wirken die Maßnahmen? Angela Merkel und die Ministerpräsidenten ziehen am Montag eine Zwischenbilanz.
- Welche weiteren Regeln und Schutzmaßnahmen gelten in den kommenden Wochen? Ein Überblick über die Infektionsnachverfolgung, den Schutz von Risikogruppen und das Vorgehen bei Vorhandensein eines Impfstoffes.
Nach zwei Wochen Teil-Lockdown wollen Angela Merkel und die Ministerpräsidenten am Montag (16.11.) eine erste Zwischenbilanz der Beschränkungen ziehen. Um die nach wie vor hohen Corona-Zahlen einzudämmen möchte die Bundeskanzlerin strengere Maßnahmen besprechen. In der Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es zur Begründung: „Der Verlauf der letzten Tage lässt hoffen, dass die hohe exponentielle Infektionsdynamik gestoppt werden konnte, ein Sinken der Neuinfektionszahlen ist jedoch noch nicht absehbar. Deshalb sind weitere Anstrengungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlich.“
Nachverfolgung der Corona-Infektionsketten - Was soll künftig gelten?
Oftmals sei eine vollständige Nachverfolgung von Kontakten nicht möglich. Bei Corona-Ausbrüchen in einem bestimmten Cluster sollen deshalb Maßnahmen ohne positives Testergebnis der Kontaktpersonen greifen. Gibt es also positive Fälle, etwa in einer Schule oder in einem Unternehmen, so soll für Betroffene auch ohne positiven Corona-Test Quarantäne angeordnet werden. „Mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit ist die Isolierung von Kontakt- bzw. Ausbruchsclustern im Vergleich zu Beschränkungsmaßnahmen ein milderes Mittel“, heißt es.
Wie sollen Corona-Risikogruppen weiterhin geschützt werden?
Menschen, die einer Risikogruppe angehören, sollen intensiver geschützt werden. Der Bund möchte besonders gefährdeten Menschen ab Dezember vergünstigte FFP2-Masken zur Verfügung stellen. Auf Kosten des Bundes soll für diese Bevölkerungsgruppe die Abgabe von je 15 FFP2-Masken gegen eine geringere Eigenbeteiligung ermöglicht werden. Das ergebe rechnerisch eine Maske pro Winterwoche.
Dies gilt für Menschen wie
- Alte
- Kranke
- Personen mit Vorerkrankungen
Außerdem wird geraten, Besuche bei Personen der Risikogruppe nur dann zu unternehmen, wenn alle Familienmitglieder symptomfrei seien und sich seit einer Woche in keine Risikosituationen begeben hätten.
Corona-Impfstoff Deutschland: Wie geht es weiter, wenn er da ist?
Große Hoffnungen im Kampf gegen die Pandemie werden auf einen wirksamen Impfstoff gesetzt. Nach Angaben des Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin könnte der Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer bereits vor Jahresende zur Verfügung stehen. Auch Gesundheitsminister Spahn äußerte sich kürzlich optimistisch.
Laut Plan des Bundes sind die Länder angehalten, ihre Impfzentren und -strukturen ab dem 15. Dezember bereitzuhalten. Kurzfristige Inbetriebnahmen sollen möglich sein. Bis Ende November sollen die Länder dem Bund mitteilen, wie viele Impfungen sie täglich planen.
Corona-Impfstoff Umfrage: Würdet ihr euch impfen lassen?
Noch dieses Jahr könnte also ein Impfstoff verfügbar sein. Wie geht es euch damit? Würdet ihr euch gegen das Coronavirus impfen lassen? Teilt es uns in unserer Umfrage mit.
Auch für Schulen und Kindertagesstätten sollen neue Regeln gelten. Hierzu habe es bereits im Vorfeld verschiedene Vorschläge gegeben.
In der Video-Konferenz der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten sollen ebenfalls weitere Kontaktbeschränkungen besprochen werden. Die Beschlussvorlage sieht unter anderem strengere Regeln für Kinder und Jugendliche vor, sowie neue Beschränkungen für private Feiern im Allgemeinen.
Video aus Corona-Kampagne der Bundesregierung geht nach Tweet viral
Die Bundesregierung kürt Nichtstuer auf der Couch zu Corona-Helden - das Video der Kampagne sorgt aktuell in den sozialen Medien für Aufsehen. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte es am Samstag mit dem Hashtag „#besonderehelden„ auf Twitter.
Im Video selbst berichtet ein älterer Mann namens Anton Lehmann aus der Zukunft. Er erzählt, wie er die zweite Welle „damals im Corona-Winter 2020“ erlebt hat.
