Corona Kontaktbeschränkungen
: Schleswig-Holstein stellt sich gegen Vorschlag der anderen Bundesländer

Schleswig-Holstein stellt sich quer: Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern lehnt die Landesregierung strengere Kontaktbeschränkungen ab.
Von
dpa
Kiel/Berlin
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Weihnachtsbeleuchtung in der Lübecker Altstadt: Schleswig-Holstein lehnt strengere Kontaktbeschränkungen ab.

Markus Scholz
  • Kontakte sollen laut Beschlussentwurf der Bundesländer auf 5 Personen reduziert werden
  • Schleswig-Holstein lehnt diesen Vorschlag ab
  • An Weihnachten und Silvester sollen Ausnahmen gelten

Die neuen, noch strengeren Kontaktbeschränkungen sind noch gar nicht beschlossen, da regt sich schon Widerstand: Schleswig-Holstein will die von den anderen Ländern geplanten Regeln wegen der im Ländervergleich niedrigen Corona-Infektionszahlen nicht mittragen. Private Zusammenkünfte sind im Norden weiter mit bis zu zehn Personen möglich.

Beschlussentwurf: Kontakte auf fünf Personen beschränken

In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch gibt es eine entsprechende Fußnote. In den übrigen Bundesländern soll die Zahl auf fünf Personen beschränkt werden, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen.

Ausnahme-Regelung an Weihnachten und Silvester

An Weihnachten und Silvester sollen die Regeln gelockert werden - zumindest nach dem Willen der Länder. Dann soll gelten:

  • Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar gelten Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen.
  • Dann können sich bis zu zehn Personen aus anderen Haushalten treffen.
  • Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wies Schleswig-Holstein am Dienstag bei der Sieben-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner mit gut 47 den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf.