Lockdown Deutschland
: Verschärfung der Corona-Regeln bei Kontakten - Gipfel von Bund und Ländern beginnt später als geplant

Am Dienstag, 5.1.21, kommen Bund und Länder zum nächsten Corona-Gipfel zusammen. Lockerungen den aktuellen Regeln sind nicht in Sicht - im Gegenteil.
Von
Tobias Knaack mit AFP
Berlin
Jetzt in der App anhören

Das Kanzleramt in Berlin: Was beschließen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten auf dem nächsten Corona-Gipfel? Neben einer Verlängerung des Lockdowns wird einem Medienbericht nach nun sogar offenbar über Bewegungsverbote diskutiert.

Christophe Gateau/DPA

Der Corona-Krisengipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder fing mit zwei Stunden Verspätung an. Grund seien „weitere vorbereitende Gespräche“.

Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten von Diskussionen über eine Verschärfung des Lockdowns. Mit welchen Maßnahmen dies geschehen solle, sei „in der Schwebe“, berichteten die Zeitungen unter Berufung auf mehrere Staatskanzleien der Länder am Dienstagvormittag.

Wegen Corona Kontakte nur noch mit einer weiteren Person erlaubt

Die Kontaktregelungen werden nochmals enger gefasst: Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Bislang gilt, dass sich maximal fünf Personen aus bis zu zwei Haushalten treffen dürfen.

Bisher gilt: Es sind Treffen mit einem anderen Haushalt, aber mit maximal fünf Personen erlaubt. Das sei innerhalb der Länder „konsensfähig“, berichtete der „Merkur„ unter Berufung auf einen Teilnehmer der Vorbesprechung.

Beschränkter Bewegungsradius in Hotspots

Außerdem sollen die Länder für Kreise, in denen sich binnen sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100 000 Einwohner neu infiziert haben, den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen. Wer in einem solchen Corona-Hotspot lebt und sich weiter von seinem Zuhause entfernen will, müsste dafür dann einen triftigen Grund vorbringen, etwa die Fahrt zum Arbeitsplatz. Aktuell weisen laut Robert Koch-Instititut 68 Kreise einen entsprechend hohen Inzidenzwert auf.

Schärfere Regeln? Diese Regeln etwa gelten in Baden-Württemberg und Bayern

In einigen Bundesländern - darunter Bayern und Baden-Württemberg - gelten angesichts des hohen Infektionsgeschehens mit vielen Neuinfektionen und hohen Todeszahlen ohnehin bereits sehr strikte Regeln, die lediglich zu Weihnachten leicht gelockert worden waren.

Werden auf dem Corona-Gipfel neue, schärfere Corona-Regeln beschlossen? In Baden-Württemberg, hier ein Bild von MP Kretschmann, gelten angesichts des hohen Infektionsgeschehens bereits sehr strikte Regeln wie Ausgansbeschränkungen.

DPA