Corona Schule aktuell
: Eisenmann ist in der Schulfrage anderer Meinung als Kanzlerin Merkel

Grundsätzlich stimme sie der Corona-Politik von Kanzlerin Merkel zu, in der Schulfrage aber sei sie anderer Meinung, sagt die baden-württembergische Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Susanne Eisenmann.
Von
Tobias Knaack mit DPA
Stuttgart/Hamburg
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Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sagt, sie stimme der Corona-Politik von Kanzlerin Merkel in weiten Teilen zu. In der Schulfrage aber sei sie anderer Meinung.

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Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat betont, dass sie in der Frage der Schulschließung während der Corona-Krise nicht auf einer Linie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt. „Ich finde den Kurs der Kanzlerin in der Corona-Pandemie grundsätzlich sehr gut. Ich habe nur eine andere Meinung dazu, ob man alle Schulen pauschal schließen sollte“, sagte Eisenmann, die auch CDU-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl am 14. März ist, der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag). Merkel hatte sich zuletzt in der Konferenz mit den Ministerpräsidenten vehement dafür eingesetzt, den Lockdown bei den Schulen bis zum 14. Februar aufrechtzuhalten.

Eisenmann sprach sich erneut für eine rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen aus. Nach dem ersten Lockdown sei es Konsens gewesen, Kitas und Schulen nie mehr zu schließen. Nun seien die Schulen wieder geschlossen. „Da frage ich mich, ob ich nicht noch mehr Druck für geöffnete Schulen hätte machen müssen“, sagte die CDU-Politikerin. Die 56-Jährige hatte zuletzt massiv darauf gedrungen, dass Kitas und Grundschulen vom kommenden Montag an im Südwesten wieder aufmachen können.

Susanne Eisenmann: Man sollte Schulen in Corona-Zeiten Sonderstatus einräumen

Die Ministerin sagte in dem „Zeit“-Gespräch: „Man sollte den Schulen einen Sonderstatus einräumen. Diese Debatte führe ich jetzt seit Wochen, und die Aufregung darüber ist groß: „Hu, Frau Eisenmann will die Schulen öffnen!“ In Frankreich gab es einen scharfen Lockdown, aber die Schulen blieben geöffnet.“

Eisenmann sprach sich zudem dafür aus, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher früher zu impfen. „Für mich spricht einiges dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer schneller geimpft werden, als die Pläne es derzeit vorsehen. Ebenso wie Erzieherinnen und Erzieher.“

In weiten Teilen stimmt Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann der Corona-Politik von Kanzlerin Merkel (hier im Bundestag) zu, in Schulfragen seien sie aber unterschiedlicher Auffasung.

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Schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas in BW nach Ausbruch von Corona-Mutation in Freiburg verschoben

Die baden-württembergische Landesregierung hat am Mittwoch die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen erneut vertagt. Es seien acht neue Fälle von Virusmutationen im Südwesten bekannt geworden, unter anderem bei zwei Kindern in einem Kindergarten in Freiburg, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. 21 Menschen in dem Kindergarten seien ebenfalls infiziert, nun müsse noch geklärt werden, ob es sich ebenfalls um die neuen Virusvarianten handele.

Ursprünglich wollten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) an diesem Mittwoch um 14.30 Uhr die Entscheidung verkünden, dass Kitas und Grundschulen schrittweise wieder geöffnet werden sollen.