Corona Spanien aktuell
: Diese Regeln gelten auf den Kanaren – PCR-Test bei der Einreise

Die Kanarischen Inseln sind die einzige Region in Spanien, für die keine Reisewarnung gilt. PCR-Test wird im ganzen Land Pflicht.
Von
Uwe Keuerleber,
Michael Maier
Ulm
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Seit dem 14. November gelten verschärfte Corona-Maßnahmen auf den kanarischen Inseln.

dpa

Am Dienstag (10.11.1010) meldeten die Kanaren 118 neue CoronaFälle. Am stärksten betroffen ist die größte Kanaren-Insel Teneriffa. Dort wurden rund 70 Prozent der Neuinfizierten registriert, während die Situation auf den Nachbarinseln weitgehend unter Kontrolle ist. Vor einer Woche hatten die Corona-Fälle auf Teneriffa noch abgenommen.

Corona-Ampel auf den Kanaren

Auf den Kanaren informiert eine Corona-Ampel, welche Maßnahmen auf den einzelnen Inseln gelten.Sie gibt Auskunft über die Infektionslage der Inseln und informiert über die Verhaltensregeln für Urlauber und Einheimische. Derzeit haben fast alle Inseln die Stufe grün – mit einer Ausnahme. Auf Teneriffa zeigt gilt Stufe „rot“, da hier der Wert in den letzten 14 Tagen 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überstieg. Dies hat zu Folge, das Gastronomen nur noch bis Mitternacht geöffnet haben, und es dürfen sich nur noch höchstens zehn Personen versammeln.

Corona-Ampel auf den Kanaren ganz ohne Lockdown

Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa sind derzeit auf Stufe „grün“

  • Alle ab einem Alter von sechs Jahren müssen im öffentlichen Raum eine Gesichtsmaske tragen, außer in nicht bewohnter, freier Natur und am Arbeitsplatz.
  • Feiern und Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen müssen vom kanarischen Gesundheitsdienst genehmigt werden. Ausgenommen sind Hochzeiten, die Kommunion, Taufen, Bestattungen, Sportveranstaltungen ohne Publikum und religiöse Zeremonien.
  • Bei Zusammenkünften von Personen, die nicht im selben Haushalt leben, wird eine maximale Personenzahl von zehn empfohlen.
  • Das Hotel- und Gaststättengewerbe schließt um spätestens 1 Uhr nachts. Ab Mitternacht dürfen keine neuen Gäste mehr empfangen werden.

Mit dem Ampelsystem sowie mit Quarantäne-Hotels für Coronafälle aus Familien mit engen Wohnverhältnissen ist es den Kanaren gelungen, die Inzidenz in etwa zwei Monaten von 150 wieder auf unter 50 zu senken. Ein Lockdown mit kompletter Schließung der Gastronomie oder einem Reiseverbot war dazu nicht erforderlich.

PCR-Test ab 23. November auch für Mallorca-Reisende

Spanienweit wird zum 23. November eine Testpflicht für Ankünfte aus Risikogebieten eingeführt, berichtet die Mallorca Zeitung. Ein PCR-Test muss in den letzten 72 Stunden vor Anreise absolviert werden und ist selbst zu bezahlen, wobei in der Regel Kosten über 100 Euro anfallen. Es werden nur Bescheinigungen auf Spanisch oder Englisch akzeptiert. Anders als Deutschland verzichtet Spanien jedoch auf eine Zwangsquarantäne von 5 Tagen und erlaubt weiterhin das „Freitesten“. Bei der Ausweisung von Risikogebieten orientiert sich Spanien an der EU-Ampel, auf der ganz Deutschland seit Anfang November tiefrot gefärbt ist. Im Übrigen warnt das Auswärtige Amt immer noch vor Reisen auf das spanische Festland und auf die Balearen, obwohl die Inzidenz auf der Inselgruppe im Mittelmeer inzwischen tiefer liegt als in den meisten deutschen Regionen. Wegen der Einstufung als Risikogebiet auf der Liste des Robert-Koch-Instituts kommt man als Deutscher bei der Rückkehr um eine Quarantäne nicht herum. Lediglich die Kanaren sind davon ausgenommen. Die Schweiz verzichtet hingegen weitgehend auf eine Maßregelung von Reisenden, da das Coronavirus derzeit fast überall in Europa zirkuliert und nach Auffassung der Eidgenossen vor Grenzen nicht Halt machen dürfte.