Corona Urlaub Teneriffa: Keine Reisen mehr auf Kanaren-Insel wegen Corona?

Einreiseverbot für Urlauber auf Teneriffa - oder doch nicht? Das gilt jetzt für touristische Reisen auf die Kanaren.
Pixabay- Kanaren-Insel Teneriffa verhängt Einreisebeschränkung für Urlauber
- Doppelt so viele Neuinfektionen wie vor 30 Tagen - die meisten aller kanarischen Inseln
- Präsidentenansprache sorgt für Verwirrung - Was bedeutet der Beschluss für Urlauber?
- Das gilt für Gran Canaria und die restlichen Kanaren-Inseln
Nachdem es auf Teneriffa in den vergangenen Tagen immer mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben hat, gibt es jetzt ein Einreiseverbot für Urlauber - oder doch nicht? Der Präsident der Kanarischen Inseln, Angel Victor Torres, hatte einen entsprechenden Beschluss in der Nacht des 16.12.2020 verkündet. Der Alarmzustand - besteht seit dem 25. Oktober für das spanische Festland - wurde ausgerufen. Doch die Äußerungen sorgten für reichlich Verwirrung. Mit den neuen Beschränkungen für Touristen soll ein weiterer Anstieg der Infektionszahlen verhindert werden. Teneriffa hat aktuell die meisten Neuinfektionen aller kanarischen Inseln.
Kanaren sind jetzt Risikogebiet mit Reisewarnung
Am Freitag, den 18.12.2020 um 12.30 Uhr wurden die Kanarischen Inseln zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung wurde ausgesprochen. Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern beliebten Reiseziele wieder als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut teilte am Freitag auf seiner Internetseite mit, dass damit ab Sonntag wieder ganz Spanien auf der Risikoliste steht. zudem hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Kanaren ausgesprochen - diese gilt jedoch nicht ab sofort.
Wann und wie genau gilt die Einreisebeschränkung für Urlauber auf Teneriffa?
Ab dem 19.12.2020 um 0 Uhr soll die Einreise und Ausreise nach Teneriffa begrenzt werden. Dann ist es nur noch aus triftigen Gründen erlaubt, die Insel zu betreten oder zu verlassen. Folgende Gründe werden als wichtig genug gewertet:
- Arztbesuche
- Weg zur Arbeit
- unaufschiebbare Termine (z.B. Gerichtstermin)
- Betreuung von Familienangehörigen
- offizielle Prüfungen
- Rückkehr zum eigenen Wohnort
Alarmzustand für Teneriffa ausgerufen: Einreise für Touristen verboten - oder doch nicht?
Alle Urlauber, die aktuell auf Teneriffa sind, dürfen folglich für ihre Heimreise die Insel verlassen und abreisen. Doch was ist mit Touristen, die sich noch nicht auf Teneriffa befinden? Ist für sie die Einreise damit verboten? Aktuell herrscht Verwirrung darüber.
Alarmzustand in Spanien: Was bedeutet das genau?
Für ganz Spanien wurde bereits am 25.10.2020 durch das Real Decreto (926/2020) der Alarmzustand ausgerufen. Dieser ist bereits bis zum 9.5.2021 verlängert worden. Autonomen Gemeinschaften ermöglicht der ausgerufene Alarmzustand, verschiedene Maßnahmen abhängig von der Infektionslage zu verhängen. Dazu zählen:
- nächtliche Ausgangssperren
- Personenzahl bei Treffen zu begrenzen
- Bewegungsbeschränkungen für besonders betroffene Gebiete
Laut des Dekrets ist das Betreten dieser Gebiete zu touristischen Zwecken dann verboten. Die Durchreise in ein nicht betroffenes Gebiet ist dagegen weiterhin erlaubt. So bestätigt auch das Auswärtige Amt die Sachlage unter den Informationen zu „Reise und Sicherheit in Spanien“ (Stand: 18.12.2020, 11 Uhr).
Nach einer Mitteilung aus der Pressekonferenz am Mittwochabend, auf die sich unter anderen auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland bezieht, sollen die Einreise nach Teneriffa auch Urlauber weiter möglich sein: „nationale und ausländische Touristen, die vorhaben, ihre Ferien auf Teneriffa zu verbringen, von den Ausnahmen Gebrauch machen können, die in der gültigen Gesetzgebung über den Einlass in touristische Unterkünfte vorgesehen sind, wo ein negativer Coronatest vorgelegt werden muss.“ Auch fuerteventurazeitung.de berichtete zuerst von einem Einreiseverbot für Urlauber, da Touristische Reisen in dem ausgerufenen Alarmzustand nicht als triftiger Einreise-Grund aufgeführt und damit verboten sind. Deren aktuellste Berichterstattung dazu, stellt dies jedoch in Frage. Es bleibt also abzuwarten, bis der entsprechende Beschluss schriftlich veröffentlicht wird und damit Licht ins Dunkel der Teneriffa-Urlauber bringt.
Bisher soll der Beschluss für 15 Tage bis zum 1.1.2021 gelten. Ebenfalls davon betroffen sind Reisen zwischen Teneriffa und den anderen Kanarischen Inseln.
Corona auf Teneriffa - Einreisebeschränkung, Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen
Doch auf Teneriffa werden die Corona-Regeln weiter verschärft. So gelten vom 18.12. an neben der Einreisebeschränkung für Urlauber auch folgenden Maßnahmen:
- Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr
- maximal sechs Personen aus zwei Haushalten dürfen sich an Weihnachten und zwischen Silvester und Neujahr (31.12.2020 und 1.1.2021) treffen
- öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV) sowie Außenbereiche von Restaurants dürfen nur bis zur Hälfte der Kapazitäten ausgelastet werden
- Innenbereiche der Gastronomie sind tabu - nur Abhol-Service (to go) ist erlaubt.
Auswärtiges Amt zu Reisen auf Kanaren - Das müssen Urlauber beachten
Alle Besucher (ab sechs Jahren) der Kanaren müssen seit 14.11.2020 an der Rezeption ein negatives Testergebnis auf COVID-19 vorlegen, wenn sie sich in einem touristischen Beherbergungsbetrieb (Hotel, Ferienwohnung, Ferienhaus) aufhalten möchte. Das betrifft auch Reisende aus einem Nicht-Risikogebiet oder vom spanischen Festland.
Weiter erklärt das Auswärtige Amt auf seiner Website, dass die Durchführung des Tests nicht länger als 72 Stunden zurückliegen darf und das Testergebnis in Papierform oder auf dem Smartphone vorzuweisen ist. Dabei muss der vollständige Name der getesteten Person, der Name des Labors sowie Datum und Uhrzeit des Tests angegeben sein.
Anerkannte Coronatests für die Einreise auf Kanarische Inseln
Es werden sowohl PCR-Test als auch Antigen-Schnelltests akzeptiert. Der Test sollte nach Möglichkeit im Herkunftsland gemacht werden - aber auch unmittelbar nach der Einreise in autorisierten Teststationen ist es auf eigene Kosten möglich.
Das gilt für Urlauber aus Deutschland bei Einreise: Coronatest, Quarantäne & Co.
Besucher, die aus einem Risikogebiet - dazu zählt auch Deutschland - auf die Kanaren reisen, müssen bereits bei der Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen.
Im Falle eines positiven Testergebnisses wird eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, die in einer von den kanarischen Behörden hierfür bereitgestellten Unterkunft verbracht werden muss. Zudem müssen alle Urlauber auf den Kanaren während ihres Aufenthalts die spanische Corona-App „Radar COVID„ aktivieren. Die App darf frühestens 15 Tage nach Urlaubsrückkehr deaktiviert werden.