Corona Zahlen Deutschland aktuell
: RKI Fallzahlen heute: Inzidenz und Neuinfektionen laut Dashboard am 14.03.21

Die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland geben Anlass zur Sorge, weil Inzidenz und Neuinfektionen die Vorwochen-Werte regelmäßig übersteigen. Wie hoch sind die Fallzahlen und Werte laut RKI-Dashboard heute, am Sonntag, 14.03.2021?
Von
Uwe Keuerleber
Ulm
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Kommt die Impfung in der Bundesrepublik schneller voran? Würde es helfen, die aktuell hohen Corona-Zahlen in Deutschland wieder zu senken? Hier sind die neuen RKI-Fallzahlen laut Dashboard heute, am Sonntag, 14.03.21. (Symbolbild)

Hauke-Christian Dittrich/DPA

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell wieder an. Eigentlich schon seit Wochen veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Dashboard Fallzahlen, die über den jeweiligen Werten des Vorwochen-Tages liegen. Und nun sollen am Montag in vielen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg weitere Schulformen wieder in den Präsenzunterricht wechseln. Wie wird sich das, auch angesichts des schleppenden Tempos bei den Impfungen in Deutschland und der weiteren Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen, auf die Corona-Zahlen auswirken? Das wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für heute geht der Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland: Wie hoch sind die Fallzahlen im RKI-Dashboard an diesem Sonntag, 14.03.21? Wie hoch sind sie im Vergleich zum Sonntag der Vorwoche, dem 07.03.2021?

RKI-Fallzahlen für Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz und Neuinfektionen am 14.03.21

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Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.

Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.

In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.

Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.

Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.

Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.