Corona Zahlen 28.11.20: Fallzahlen des RKI für Deutschland am 28.11. - Fast 22.000 Neuinfektionen
- Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland bleibt stabil - ist aber immer noch viel zu hoch.
- Über den Erfolg der „Wellenbrecher-Aktion„ gibt es Diskussion
- Hoffnung besteht beim Thema Impfstoff. Die erste Zulassung wird für Mitte Dezember erwartet.
- Das sind die aktuellen Fallzahlen für Deutschland am 28.11.2020
Die Corona-Zahlen in Deutschland seien nach wie vor „viel zu hoch“, so hat es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag zu den am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Regeln ausgedrückt. Man müsse bei der Betrachtung des Infektionsgeschehens in der Bundesrepublik durchaus differenzieren, sagte die Bundeskanzlerin - gebe es doch Regionen in Deutschland, deren Inzidenzwerte in Ordnung seien, in anderen Teilen der Republik aber bildeten sich immer wieder regelrechte Corona-Hotspots. So überrascht es auch nicht, dass insbesondere Bayern aber auch Baden-Württemberg angesichts hoher Neuinfektionszahlen noch nach dem Corona-Gipfel über noch weitergehende Maßnahmen nachdachten.
Gerade mit Blick auf Weihnachten und Silvester wird es also auch in den kommenden Wochen spannend sein, wie sich die Corona-Zahlen in Deutschland, aber auch regional in einzelnen Bundesländern und Landkreisen entwickeln. Wie hoch also liegen die Neuinfektionen heute, am Samstag, den 28.11.? Und wie hoch ist die Inzidenz im Vergleich zum Samstag der Vorwoche, dem 21.11.?
Corona-Zahlen in Deutschland heute: Neuinfektionen und Inzidenz laut RKI am 28.11.
Das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst kontinuierlich die aktuelle Corona-Lage für Deutschland, bewertet nach eigenen Angaben auf der Homepage „alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein“. Zudem stellt das RKI Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung wie Fallzahlen und Informationen zu allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen, Diagnostik und Teststrategie und Prävention in Gesundheitseinrichtungen.
- Neuinfektionen: Deutschlandweit haben sich laut RKI mindestens 21.695 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Zum Vergleich: Am gestrigen Freitag waren mehr als 22.806 Neuinfektionen gemeldet worden und am Samstag vor einer Woche knapp 23.000. Laut Daten von „Zeit Online“ registrierten die Ämter 21.977 neue Fälle. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
- Infizierte: Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 1.028.089 Infektionsfälle registriert.
- Tote: Die Zahl der Todesfälle, die mit oder im Zusammenhang mit Corona starben, liegt bei 15.965. Das sind 379 Tote mehr als am Vortag. Zeit Online meldete 400 Tote binnen 24 Stunden.
- Genesene: Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut RKI auf etwa 711.000.
- R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,93 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
RKI-Zahlen für Bundesländer und Landkreise im Dashboard
Wer sich über die bundesweiten Zahlen hinaus für das Infektionsgeschehen in seiner näheren Umgebung - also in seinem Bundesland oder in seinem Landkreis - interessiert, findet jeden Tag aktuelle Daten im Dashboard des RKI.
Zulassung für ersten Impfstoff Mitte Dezember erwartet
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass im Dezember ein erster Impfstoff zugelassen wird. „Das macht mich schon auch stolz, dass mit BioNTech eine deutsche Entwicklung ganz vorne ist und vor allem nicht nur vorne, sondern auch sicher und wirksam“, sagte Spahn dem Bayerischen Rundfunk im Interview der Woche auf B5 aktuell. Entscheidend sei, dass das auch in Studien mit zigtausenden Probanden bewiesen sei. Dennoch hat Deutschland sich nach Angaben von Spahn Impfdosen von unterschiedlichen Herstellern gesichert, insgesamt gut 300 Millionen. Man wolle auf Nummer sicher gehen und nicht nur auf einen Impfstoffkandidaten setzen.
Spahn zu Corona in Deutschland: Wellenbrecher-Taktik ist ein Erfolg - Lindner widerspricht
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet. „Der Wellenbrecher funktioniert doch“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“ (Samstag). „Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen - einmal mehr.“
Spahn rechtfertigte die hohe Bedeutung, die die Bundesregierung den Infektionszahlen beimisst. „Wir sind das Land mit einer der ältesten Bevölkerungen weltweit“, sagte der Minister. Mit wachsenden Infektionszahlen steige früher oder später auch der Behandlungsbedarf auf den Intensivstationen. „Ich will, dass wir die Welle brechen, bevor unnötig viel Leid in den Krankenhäusern entsteht“, betonte Spahn.
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach in dem „Welt“-Streitgespräch dem Minister und warf der Regierung Strategielosigkeit vor. „Meine Befürchtung ist: Wir finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht wieder raus“, sagte Lindner. „Und falls wir ihn beenden, dann ist wenige Wochen später der nächste da. Das wäre eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht.“ Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie sei nicht dauerhaft durchhaltbar, konstatierte Lindner. Er bekräftigte seine Position, dass mit einem besseren Schutz der Risikogruppen die Schließung von Gastronomie, Kultur, Freizeit und Sport unnötig gewesen.
Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht
Seit Ende des Corona-Gipfels ist bekannt, dass die Maskenpflicht in deutschen Innenstädten weiter verschärft werden soll. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erklärte bei seiner Rede im Landtag: „Es gilt eine Maskenpflicht in allen Innenstädten mit Publikumsverkehr und überall, wo sich Menschen außerhalb der eigenen Privaträume nicht nur flüchtig begegnen.“
Die Bußgelder reichen von mindestens 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht bis zu 250 Euro bei Nichteinhaltung des Mindestabstandes im öffentlichen Raum inklusive des öffentlichen Nahverkehrs. In Geschäften gilt hier ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.


