Corona Deutschland Zahlen: RKI meldet Neuinfektionen und Inzidenz - Die aktuellen Fallzahlen am 23.11.

Die aktuellen Corona-Fallzahlen für Deutschland veröffentlicht das RKI in seinem Dashboard. Die Kurve zeigt: Die Zahlen sind immer noch hoch, das exponentielle Wachstum an Neuinfektionen aus dem Oktober aber scheint vorerst gestoppt.
Screenshot; Quelle: RKI- Die Corona-Zahlen in Deutschland liegen trotz des seit Anfang November geltenden Lockdown light auf hohem Niveau
- Am vergangenen Montag zogen Bund und Länder eine Art Zwischenbilanz der bisher ergriffenen Maßnahmen - die weitere Strategie über Weihnachten und Silvester bis ins neue Jahr wollen sie nun am Mittwoch beim nächsten Corona-Gipfel beraten
- Die Grundlage werden auch da die aktuellen Fallzahlen bilden. Hier sind die Zahlen von heute, Montag, 23.11.2020
Die Staatskanzleichefs haben sich in unterschiedlichen Runden zusammen getroffen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. Heute soll die Vorlage der Länder für die Beratungen am Mittwoch (25.11.) mit Kanzlerin Merkel dingfest gemacht werden. Was sich schon seit Tagen abzeichnet: Mit einer Verlängerung des Teil-Lockdowns ist zu rechnen.
Was würde eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen?
Ende November müssten die derzeitigen Corona-Beschränkungen auslaufen. Wie lange sie darüber hinaus dauern sollen, scheint noch nicht sicher. „Auf jeden Fall zwei oder besser drei Wochen“, sagt Söder. Drei Wochen - das wäre bis kurz vor Weihnachten. Söder verbindet seine Ansage aber mit der Erinnerung an den Inzidenzwert 50 als Zielmarke - auch das lässt einiges offen.
Aktuelle Corona-Zahlen laut RKI-Dashboard für heute
Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Corona-Lage und bewertet nach eigenen Angaben auf der Homepage alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Darüber hinaus stellt das RKI eigenen Angaben nach Empfehlungen für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung, etwa zu Fallzahlen und Epidemiologie, allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen, Diagnostik und Teststrategie und Prävention in Gesundheitseinrichtungen, und gibt einen Überblick über eigene Forschungsvorhaben.
Die aktuellen Corona-Zahlen laut RKI für Deutschland
- Neuinfektionen: Deutschlandweit haben sich, laut RKI, mindestens 10.864 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist im Vergleich zum vergangenen Montag ein ziemlich gleichbleibendes Niveau. Vor sieben Tagen waren 10.824 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Laut den Daten von „Zeit Online„ registrierten die Ämter 14.394 neue Fälle. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
- Todesfälle: Die Zahl der Todesfälle, die mit oder im Zusammenhang mit Corona starben, liegt bei 14112. Das sind 90 Tote mehr als am Vortag.
- Genesene: Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut RKI auf etwa 618.800.
- R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,03 (Vortag: 1,07). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
Zu beachten ist: An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.
Neuinfektionen, Inzidenz, R-Wert - Was diese Corona-Zahlen im Einzelnen bedeuten
Seit Beginn der Pandemie werden jeden Tag Zahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Die Auswertungen basieren auf den aus den Gesundheitsämtern übermittelten Meldedaten.
screenshot / RKI- Reproduktionszahl (R-Wert): Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung. Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.
- Neuinfektionen: Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht. In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 23.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.
- Siebentage-Inzidenz: Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden. Bundesweit liegt sie inzwischen bei 139. Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.
Corona-Demo in Leipzig wurde aufgelöst
Hunderte Menschen kamen zu einer Kundgebung von Gegnern der Corona-Politik zusammen, die dann aber kurzfristig abgesagt wurde. In der Innenstadt trafen daraufhin die gegensätzlichen Lager immer wieder aufeinander, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Die Lage war zeitweise unübersichtlich.
