Tinder, Bumble, Hinge & Co.: Dating-Apps im Vergleich – Welche passt zu mir?

Die Liebe im Internet: Manchmal verbinden sich im digitalen Raum zwei Herzen. Dating-Apps sind inzwischen alles andere als verpönt. Doch welche App könnte zu mir passen?
Bumble/obs/dpaWährend sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt, tun es ihm die Sommerromanzen gleich. Die Leichtigkeit der warmen Jahreszeit verfliegt und mit ihr die Anziehung, die eben noch da war. Doch der Herbst naht und wie lässt sich der Winter am besten überbrücken? Natürlich zu zweit. Und wo fällt das Daten leichter als im Internet? Eigens dafür entwickelte Apps sollen das Dating vereinfachen. Mittlerweile gibt es so viele davon, dass man schnell einmal den Überblick verliert. Hier ein kurzer Überblick über die kostenlosen Apps, die es aktuell in Deutschland gibt und die zu einem passen könnten.
Tinder: Bewährt und viel Schnickschnack
Tinder ist wohl die bekannteste Dating-App in der westlichen Welt. Die Bedienung ist einfach und schlicht. Tinder kommt ohne großartigen Schnickschnack daher. Man wählt ein paar nette Bilder von sich aus, schreibt ein paar Sätze, um sich vorzustellen, beantwortet ein paar allgemeine Fragen, zu Geschlecht oder Sexualität und fertig ist das Tinder-Profil.
Die Anmeldung ist kostenlos, es sind unterschiedliche Bezahl-Modelle möglich, um die Chance auf Matches zu erhöhen. Wenn ein anderer Nutzer oder eine andere Nutzerin Interesse zeigt, wischt man das Profil nach Links – so werden sogenannte Likes vergeben. Das Gegenüber erhält lediglich die Information, dass sie ein Like erhalten hat, allerdings nicht von wem. Entweder man bezahlt und die Person wird aufgedeckt, oder man nutzt die App kostenlos. Ein Match entsteht, wenn sich beide Personen gegenseitig ein Like geben, dann kann man einander Chat-Nachrichten schreiben. Bei beidseitigem Interesse entsteht dann ein Match. Laut Statista ist Tinder aktuell die umsatzstärkste Dating-App in Deutschland. Laut Statista ist Tinder aktuell die umsatzstärkste Dating-App in Deutschland. Tinder-Gold kostet für unter 28-Jährige durchschnittlich 15 Euro. Für ältere Menschen im Durchschnitt doppelt so viel. Dadurch erhält man unbegrenzt viele Likes und die Möglichkeit zu sehen, wer einen gut findet.
Bumble: Main-Stream, aber anders
Bumble hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr in den Dating-Main-Stream bewegt. Die App verlangt für die Profil-Erstellung mehr Angaben. Man gibt hier mehr von sich Preis. Auf der einen Seite, geht es hier mehr darum, welche Interessen man hat und auf der anderen Seite beantwortet man manche Fragen und muss Sätze vervollständigen.
Dadurch erhält man beim Swipen ein umfassenderes Bild vom digitalen Gegenüber. Nach einem Match, also gegenseitigem Interesse, hat man lediglich 24 Stunden Zeit, um sich bei der anderen Person zu melden, ansonsten erlischt das Match. Bei Bumble kann man durch verschiedene Bezahlmodelle seine Chancen erhöhen beziehungsweise wie bei Tinder anzeigen lassen, wer einen gut findet. Bumble-Premium kostet rund 15 Euro, auch hier erhält man durch die Bezahl-Version die Möglichkeit zu sehen, wer einen geliked hat und die Möglichkeit unendlich viele Likes zu vergeben.
Hinge: Komplimente und Tiefgang
Hinge fährt ein ganz anderes Modell als Bumble und Tinder. Während man bei den anderen beiden Apps sich durch digitale Profile durchwischt, muss man sich bei Hinge fragen, warum man jemanden gut findet. Das merkt man bereits bei der Erstellung des Profils. Auf Hinge ist Kreativität gefragt. Denn man schreibt sogenannte „Eisbrecher“. Diese sind neben den eigenen Fotos der Hauptbestandteil des Profils.
Wie würden Sie einen „Typischen Sonntag“ beschreiben oder „Darüber könnte ich mich immer wieder aufregen“. Dann muss man diese vorgegebenen Texte in seinem Profil vervollständigen. Anstatt zu swipen, wie das bei anderen Apps der Fall ist, vergibt man bei Hinge Likes durch Textnachrichten. Schreibt man eine solche Nachricht, sieht das Gegenüber den Text und kann sich dann entscheiden, ob sie oder er darauf antworten möchte oder nicht. Antwortet das Gegenüber, entsteht automatisch ein Match. Das Premium-Modell von Hinge ist Hinge-X. Es kostet je nach Modell zwischen 33 Euro und 55 Euro pro Monat, je nach Dauer des Abos. Es verspricht, dass die Nachrichten, die man schickt, dadurch stets ganz oben angezeigt werden.
Blindmate: Wie sehr vertrauen Sie beim Dating Ihren Freunden?
Haben Sie Vertrauen in Ihre Freunde, was Ihre Partnersuche angeht? Blind-Mate stellt genau das auf die Probe. Nachdem Sie Ihr Profil erstellt haben, geben Sie die Verantwortung fürs Swipen ab. Das übernehmen fortan die Freunde. Diese erhalten einen Link und schauen sich nach potenziellen Matches für einen um. Zwischendurch beantworten die Freunde Fragen, die auch auf dem Profil angezeigt werden. Hier zählt also der Eindruck der Freunde von einem – die Kontrolle wird abgegeben. Auch das Chatten ist bei dieser App alles andere als normal.
Denn man erhält erst nach und nach Informationen über das Gegenüber. Erst nach einer gewissen Anzahl von Nachrichten ergibt sich ein vollständiges Bild. So bleibt es lange spannend, ob die Freunde mit ihrem Geschmack komplett daneben gelegen haben oder ob sie die nächste Romanze für einen gefunden haben. Lange kam die App ganz ohne ein Premium-Modell aus. Das hat sich seit Anfang des Jahres verändert. Auch hier gibt es fortan ein optionales Bezahlmodell. Laut Apple-App-Store liegen die Kosten hier bei 16 Euro. Dafür sehen die Freunde beim Swipen, wer das Profil geliked hat und erhalten dreimal mehr Swipes.
Speed-Dating: Die neue alte Art des Kennenlernens
Es handelt sich nicht um eine App im herkömmlichen Sinne. Doch der aktuelle Trend bewegt sich wieder weg von digitalen hin zu realen Erfahrungen. Dating-Apps sind keineswegs tot, es entstehen lediglich gerade weitere kreative Dating-Angebote. In vielen deutschen Städten gibt es mehrere sogenannte Speed-Dating-Veranstaltungen. Dort trifft sich mit verschiedenen Menschen und hat fünf Minuten Zeit für jedes Gespräch. Anstatt sich durch Unmengen von Menschen auf dem Handy zu wischen, kann man hier im Vier-Augen-Gespräch entscheiden, ob gegenseitiges Interesse besteht. Die Anmeldung dazu findet ebenfalls meist online statt. Sollte bei so einem Event gegenseitiges Interesse bestehen, erhält man am Tag danach die Kontaktdaten der Person und kann sich mit ihr zu einem Date verabreden. Die Veranstalter verlangen für die Anmeldung für so einen Abend eine Anmeldungsgebühr, diese variiert je nach Anbieter. Für manche Anmeldungen zahlt man lediglich 10 Euro.
