Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Schneewittchen, Dornröschen, Frau Holle und vieles mehr: Viele beliebte Märchenfilme kommen aus der DDR. Die Deutsche Film AG (Defa) hat viele Märchen der Brüder Grimm (und auch andere) verfilmt – bis heute werden sie vor allem in der Weihnachtszeit im Fernsehen gezeigt. Eines dieser Filme kommt aus dem Jahr 1977: Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus.
  • Wann kommt „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus“ aus 1977 wieder im TV?
  • Wo kann ich Defa-Filme in voller Länge zu jeder Zeit sehen?
  • Wo wurde „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus“ gedreht?
  • Wer sind die Schauspieler in dem DDR-Märchenfilm?

Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus: Die Sendetermine 2021 für das Märchen aus der DDR

Der Film „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus aus 1977 läuft zur Weihnachtszeit zwei mal im TV. Das sind die Sendetermine:
  • 19.12.2021 um 12.10 Uhr im MDR
  • 23.12.2021 um 13 Uhr im rbb

Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus: Wo wurde der Film aus 1977 gedreht?

Der Film „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus“ aus dem Jahr 1977 wurde in der DDR gedreht. Das Studio der Defa in Potsdam-Babelsberg war dafür der Hauptstandort. Außerdem wurden einige Standorte im Landkreis Potsdam-Mittelmark für den Film verwendet, zum Beispiel das Schloss Wiesenburg.

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren: Neuverfilmung aus 2013

Im Jahr 2013 wurde das Märchen, auf dem „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus“ basiert, neuverfilmt. 2013 entstand die Produktion von SWR und HR unter dem Namen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Die Neuverfilmung wurde in Baden-Württemberg gedreht.

Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus: Die Besetzung des Films aus 1977

Die Defa-Version des Märchenfilms wurde von Egon Schlegel Regie geführt und geschrieben. Die Darsteller sind:
  • Hans-Joachim Frank (Jakob)
  • Dieter Franke (Teufel)
  • Rolf Ludwig (König)
  • Katrin Martin (Prinzessin)
  • Wolfgang Greese (Steuereintreiber)
  • Hannjo Hasse (Hofmarschall)
  • Fred Ludwig (Jadgmeister)
  • Peter Köhncke (General)
  • Klaus Powollik-Ronay (Hauptmann)
  • Hans Klering (Hofkaplan)

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren: Der Ursprung der Geschichte

Der Film „Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus“ basiert auf dem Märchen der Brüder Grimm mit dem Titel „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Die Erzählung geht so:
Eine arme Frau bringt einen Sohn mit Glückshaut zur Welt. Diese soll in seinem weiteren Leben dafür sorgen, dass alles, was er anfängt, sich zum Guten wenden wird. Des Weiteren wird ihm geweissagt, er werde im Alter von 14 Jahren die Königstochter heiraten. Der König aber hat ein hartes Herz. Er kauft den armen Leuten ihr Kind ab, legt es in eine Schachtel und wirft diese ins Wasser. Sie geht jedoch nicht unter, sondern treibt zu einer Mühle, wo das Kind von den Müllersleuten aufgenommen und in Liebe aufgezogen wird. Als der König vierzehn Jahre später in die Mühle kommt und die Geschichte hört, schickt er den Jüngling mit einem Brief zur Königin mit dem Befehl, man solle ihn sofort töten. Auf dem Weg zur Königin übernachtet der junge Mann im Wald bei Räubern. Diese lesen den Brief, vertauschen aus Mitleid den Brief, so dass er mit der Königstochter vermählt wird. Doch der König fordert von ihm die drei goldenen Haare des Teufels.
Unterwegs zur Hölle fragen ihn zwei Torwächter, warum ein Brunnen austrocknet, der sonst Wein gab, und warum ein Baum verdorrt, der sonst Goldäpfel trug, und ein Fährmann fragt, warum ihn keiner ablöst. In der Hölle versteckt ihn des Teufels Ellermutter (niederdeutsch für Großmutter) als Ameise in ihren Rockfalten. Sie reißt dem schlafenden Teufel dreimal ein Haar aus und sagt, sie habe von dem Brunnen, dem Baum und dem Fährmann geträumt. So erhält das Glückskind die Haare, gibt dem Fährmann des Teufels Rat weiter, dem nächsten die Ruderstange zu geben, und lässt die Kröte im Brunnen und die Maus in der Baumwurzel töten, wofür er je zwei Esel mit Gold bekommt.
Dem gierigen König sagt er, das Gold liege wie Sand am anderen Ufer. Dort gibt ihm der Fährmann die Stange, auf dass er fahren muss.

Märchen im TV: Diese Defa-Filme gibt es noch zu Weihnachten

Rund um Weihnachten werden die beliebten Defa-Märchenfilme gerne gezeigt. Folgende Märchen kommen noch dieses Jahr im TV:
  • Die Geschichte vom kleinen Muck
  • Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus?
  • Alarm im Kasperletheater
  • Das Zaubermännchen
  • Schneewittchen
  • Das singende, klingende Bäumchen
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Das Feuerzeug
  • Das kalte Herz
  • Die goldene Gans
  • Frau HolleDornröschen