Deutsche Bahn ab Berlin
: Vollsperrung dieser Pendler-Strecke steht bevor

Die Deutsche Bahn sperrt eine wichtige Strecke aufgrund einer Generalsanierung. Schon ab dem 1. August geht nichts mehr.
Von
Theresa Thiem
Berlin
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Bauarbeiten bei der Deutschen Bahn: ARCHIV - 09.04.2025, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Bauarbeiter vermessen eine Schiene auf der Bahnstrecke Ludwigslust - Wismar kurz vor dem Hauptbahnhof.  (zu dpa: «Zusätzliche Bahn-Sperrung Anfang August») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ab dem 1. August ist eine wichtige Bahnstrecke voll gesperrt. Mit welchen Änderungen müssen NutzerInnen dieser Strecke rechnen?

Jens Büttner/dpa

Die Bahn saniert, und das eben auch auf großen, wichtige Strecken. Jetzt trifft es viele Pendler ab Berlin mit voller Wucht. Eine wichtige Strecke wird gesperrt.

Ab dem 1. August 2025 und bis zum 30. April 2026 wird die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin im Rahmen einer Generalsanierung für den Zugverkehr vollständig gesperrt. Durch umgeleitete Züge und Schienenersatzverkehr werden Reisende dennoch an ihr Ziel kommen.

Was ist auf der Bahnstrecke Hamburg–Berlin geplant?

Etwa 470 Züge (aufgeteilt in Fern-, Nah- und Güterzüge) fahren durchschnittlich pro Tag auf der Bahnverbindung zwischen Berlin und Hamburg. Die 278 Kilometer lange Strecke zwischen Berlin und Hamburg ist hochbelastet, weshalb die Deutsche Bahn die Strecke in ein Hochleistungsnetz verwandeln will. Aus diesem Grund wird die Strecke vom 1. August bis zum 30. April 2026 generalsaniert und in diesem Rahmen zwischen Hamburg und Berlin für den Zugverkehr vollständig gesperrt. Innerhalb von neun Monaten werden sämtliche Arbeiten an Gleisen, Weichen und Oberleitungen von der Deutschen Bahn durchgeführt. Auch die Leit- und Sicherungstechnik wird erneuert sowie 28 Verkehrsstationen entlang der Strecke modernisiert.

Aufgrund der Sanierung auf der Strecke werden Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet. Die direkte Zugverbindung ist also weiterhin möglich. Züge zwischen Hamburg und Rostock/Stralsund werden über Lübeck umgeleitet. Alle Infos zum Schienenersatzverkehr und den Umleitungen gibt es auf der Website der Deutschen Bahn.

Schienenersatzverkehr: So kommt man ab dem 1. August von Berlin nach Hamburg

Aufgrund der Generalsanierung wird der Zugverkehr auf der Strecke sehr stark eingeschränkt. Auf einzelnen Teilabschnitten einer Linie soll der Zugverkehr laut Deutscher Bahn wohl weiterhin verkehren oder umgeleitet werden können. Die Einschränkungen betreffen die folgenden Linien:

  • Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern: RE1, RE2, RE4, RE5, RE8, RE83, RE85, RB14, RB17, RB18/RB28
  • Niedersachsen/Sachsen-Anhalt: RE19, RE20, RE50, RB40, RB47, S1
  • Berlin/Brandenburg: RE2, RE6, RE8, RE85, RB10, RB14, RB20, RB73

Für alle Zugausfälle gibt es einen Ersatzverkehr auf der Straße. Mit 28 verschiedenen Linien und über 170 Bussen werden die ausfallenden Regionalzüge ersetzt. Zudem soll es ausführliche Wegbeschreibungen geben, die die Fahrgäste vom Bahnsteig zur Ersatzhaltestelle navigieren.