Drohnen erkennen
: So findet man heraus, ob über einem ein UAV fliegt

Woher man weiß, ob das da eine Drohne über einem ist. Woran man die unbemannten Flugobjekte erkennt.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
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ARCHIV - Eine private Drohne fliegt am 26.03.2016 in knapp 10 Metern Flughöhe über einem Garten bei Breitscheid (Nordrhein-Westfalen). Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa «Unfälle mit Drohnen» vom 18.05.2016) +++ dpa-Bildfunk +++

Eine private Drohne fliegt in knapp 10 Metern Flughöhe über einem Garten. So erkennt man Drohnen.

Julian Stratenschulte/dpa

Drohnen über dem Garten oder über der Stadt sind keine Seltenheit mehr. Sie werden vielseitig eingesetzt von Profis, aber auch von Hobby-Drohnenpiloten. Doch nicht immer erkennt man, ob das, was man sieht, eine Drohne ist. Oft fühlt es sich sogar beängstigend an, wenn ein Flugobjekt über einem ist, was man nicht einordnen kann. So erkennt man, ob da eine Drohne über einem fliegt.

Woran man eine Drohne erkennen kann

Drohnen oder UAV (Unmanned Aerial Vehicle, auf deutsch unbemanntes Luftfahrzeug) erkennt man meist an der typischen Form, Beleuchtung, Flugverhalten und dem typischen Drohnengeräusch. Kleine Drohnen können sehr leise und unauffällig sein, sodass man sie erst erkennt, wenn sie sehr nah dran sind.

Rotoren und typische Form von Drohnen

Drohnen sind meistens Multicopter mit mehreren Rotoren und haben eine erkennbare Form. Drohnen haben in der Regel vier oder mehr Arme mit Propellern. Wenn man ein kleines Flugobjekt sieht, das nicht wie ein Vogel oder Flugzeug aussieht und mehrere Rotoren zu haben scheint, spricht stark für eine Drohne.

Lichter und Navigations-/LED-Beleuchtung an Drohnen

Viele Drohnen sind mit LEDs ausgestattet. Das können grüne, rote oder weiße Lichter oder Blinkleuchten sein. Damit sind Drohnen auch nachts sichtbar. Wer nachts nach oben schaut und ein kleines, blinkendes Licht sieht, das sich anders verhält als Flugzeuglichter oder Sterne, könnte eine Drohne beobachten.

Flugverhalten von Drohnen

Drohnen fliegen, anders als Flugzeuge, oft vergleichsweise niedrig, können sich langsam fortbewegen, schweben oder mehrfach die Richtung wechseln. Sie können auch plötzlich stoppen oder wenden. Dieses untypische Flugverhalten kann ein Hinweis auf eine Drohne sein.

Rotor- oder Propeller-Geräusch

Viele Drohnen erzeugen ein charakteristisches Summen, Surren oder Brummen durch ihre Propeller. Wenn draußen ein gleichmäßiges, elektronisch klingendes „Surren“ zu hören ist, leiser und höher im Ton als zum Beispiel ein Hubschrauber, könnte das auf eine Drohne hindeuten. Besonders in ruhiger Umgebung, wie im Garten oder in der Nachbarschaft, kann das Geräusch auffälliger sein und auf eine Drohne hindeuten.

Typische Drohnenmodelle, die leicht zu erkennen sind

Einige Drohnen sind leichter als Drohne zu erkennen, weil sie im Flugverhalten, im Geräusch und in der Optik eher auffällig sind. Diese drei Drohnenmodelle erkennt man relativ leicht:

  • DJI Phantom 4: Die Phantom-Serie gilt seit Jahren als Klassiker bei Freizeit- und Hobbydrohnen. Durch das relativ große Gehäuse und die typischen vier (oder mehr) Rotor-Arme sind solche Drohnen bei guter Sicht selbst in mittlerer Entfernung meist mit dem Auge erkennbar. Der deutliche Rotor- und Motorenlärm macht sie in ruhiger Umgebung öfter hörbar. Vor allem beim Starten, Landen oder Schweben tief über Häusern sind sie vergleichsweise laut, berichtet DrohnenVergleich. Eine reduzierte Lautstärke durch leisere Propeller wurde zwar bei neueren Phantom‑Versionen dokumentiert, aber sie sind nach wie vor hörbar.
  • DJI Mavic Pro (bzw. Mavic-Reihe): Die Mavic-Serie ist bei Hobbypiloten sehr beliebt. Die Mavic-Drohnen sind kompakt, faltbar und leicht transportierbar. Wegen ihrer kleineren Abmaße sind sie schwieriger zu sehen als große Modelle wie Phantom. Das gilt besonders bei größerem Abstand, Dämmerung oder wenn Flugrichtung und Licht ungünstig sind. Dafür sind sie leiser und unauffälliger. Je nach Umgebung kann der Rotor-Lärm bei Mavic-Drohnen deutlich geringer ausfallen als bei größeren Drohnen.
  • DJI Mini 3 Pro (und ähnliche Mini‑/Kompaktdrohnen): Mini-Drohnen wie die Mini 3 Pro gehören zur leichteren und kleineren Kategorie. Wegen des geringen Gewichts und kompakter Bauweise sind die Mini 3 Pro-Drohnen besonders beliebt für Hobby- und Freizeitflüge. Wegen der kleinen Größe sind sie aus größerer Entfernung oft schwer oder gar nicht sichtbar. Ihre Rotoren sind eng am Körper und die gesamte Silhouette weniger markant. Die Geräuschentwicklung ist laut verfügbaren Informationen geringer als bei großen Drohnen. Sie können daher leichter unbemerkt bleiben, gerade wenn sie hoch fliegen oder wenn es windig ist, so DrohnenLexikon.