Einschulung 2025: Ost-West-Vergleich zeigt hohe Kostenunterschiede

Bald starten die Einschulungen 2025. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass Eltern im Osten dafür Deutschlands mehr Geld ausgeben. Das sind die Gründe.
Jan Woitas/dpaDer Füller und die Buntstifte sind in der Federtasche verstaut, die Schultüte ist gefüllt: Bald starten die Einschulungen 2025 im ganzen Land. Der Schulstart ist für Eltern und Kinder nicht nur aufregend und ereignisreich, sondern auch teuer. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Preisvergleich-Portals idealo.de zeigt auf, wie viel Geld Eltern in Ost- und Westdeutschland für Materialien, Schultüte, die Feierlichkeiten und Schulranzen bezahlen.
Dabei fällt auf: Im Osten geben die Eltern deutlich mehr Geld für die Einschulung aus, als in den westlichen Bundesländern. Wie hoch die Differenz ist und welche Gründe es dafür gibt.
So teuer ist der Schulstart im Schnitt
Kommt ein Kind zur Schule, müsse viele Dinge neu angeschafft werden. Manche Schulen liefern den Eltern dafür lange, teilweise sehr detaillierte Materiallisten. Angeschafft werden müssen neben dem Schulranzen und der Schultüte auch Farben, Pinsel, Hefte und Hefter sowie Rechenhilfen. Das geht schnell ins Geld. Bis zu 867 Euro geben dabei die Eltern im Osten durchschnittlich für den Schulstart aus. Im Westen sind es im Schnitt 575 Euro.
Preistreiber Einschulungsfeier: im Osten ein großes Event
Dabei entfallen laut der Umfrage von idealo.de im Schnitt 123 Euro auf den ersten Schulranzen, 75 Euro geben die Eltern durchschnittlich für die Schultüte aus. Der Preistreiber im Osten sind aber nicht der teure Ranzen oder die extra schöne Schultüte, sondern die Einschulungsfeier. Im Schnitt geben Eltern im Osten Deutschlands fast doppelt so viel für die Feierlichkeiten aus, wie die Eltern im Westen.
So investieren Eltern in den östlichen Bundesländern durchschnittlich bis zu 669 Euro für die Feierlichkeiten, im Westen sind es im Schnitt 377 Euro. Der Grund für die höheren Kosten liegt laut dem Preisportal vor allem in kulturellen Unterschieden: Im Osten wird die Einschulung traditionell größer gefeiert. Laut der Umfrage lädt der Großteil (29 Prozent) mehr als 20 Gäste ein. In den alten Bundesländern hingegen nehmen mehrheitlich um die 6 bis 10 Personen an der Einschulungsfeier teil.
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Weitere Kosten zum Schulstart
Zu den oben genannten Ausgaben kommen auch noch die Aufwendungen für Materialien wie Hausaufgabenhefte, Füller und die weitere Ausstattung (Brotdosen etc.) hinzu. Allerdings sind die Anschaffungen im Laufe der Jahre relativ günstig. Von der 1. bis zur 12. Klasse müssen Eltern laut idealo mit Ausgaben von insgesamt rund 2.400 Euro rechnen. Das klingt erst einmal viel, rechnet man diese Summe aber auf ein Jahr, liegen die jährlichen Belastungen mit 200 Euro im überschaubaren Bereich.
Für Eltern von Erstklässlerinnen und Erstklässlern ist der Betrag dennoch hoch, denn er kommt natürlich auf die übrigen Aufwendungen für die Einschulung obendrauf. Insgesamt summieren sich die Ausgaben für die Erstausstattung samt Einschulung also im Schnitt auf einen niedrigen, vierstelligen Betrag.
Für viele Eltern, besonders solche mit mehreren Kindern, ist das eine große Investition, zumal in vielen Bundesländern auch Kosten für die Nachmittagsbetreuung, das Schulessen und den ÖPNV hinzukommen. Manches lässt sich von der Steuer absetzen, beispielsweise die Kosten für die Betreuung mit bis zu 4.800 Euro pro Jahr.
Wieder andere Kosten (wie Schulmaterialien) aber nicht. Hier wird argumentiert, dass diese Ausgaben bereits mit Kindergeld und Kinderfreibeträgen gedeckt werden. Für einkommensschwache Familien gibt es zudem auch staatliche Unterstützungen, beispielsweise über das Bildungs- und Teilhabepaket.
Quelle: Schulkosten in Deutschland
