Eisheilige 2025
: SOS-Frostschutz für empfindliche Pflanzen

Pünktlich zu den Eisheiligen stehen in Brandenburg noch einmal kalte Nächte bevor. So sorgen Sie im Garten für schnellen Frostschutz der Jungpflanzen.
Von
Nicole Züge
Frankfurt (Oder)
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Eingetopfte Blumen sind am 07.05.2015 in einem Garten in Kaufbeuren (Bayern) mit einer Plastikfolie bedeckt, um sie dadurch vor Nachtfrost zu schützen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand /dpa ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Die Eisheiligen in Brandenburg kommen früher. Diesen schnellen SOS-Frostschutz kann man aus Alltagsgegenständen bauen.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Eisheiligen stehen kurz bevor, in Brandenburg soll es aber bereits vor den Lostagen Mitte Mai zu Bodenfrost kommen. Welche Gartenpflanzen müssen unbedingt abgedeckt werden und was können Gärtnerinnen und Gärtner in Brandenburg auf die Schnelle tun, um zarte Gemüsepflanzen und Obstgehölze zu schützen? Fünf Notfalltipps, um im Garten für Frostschutz zu sorgen.

Welche Pflanzen müssen bei Frost geschützt werden?

Nicht alle Pflanzen müssen bei drohenden Nachtfrösten im Mai geschützt werden, viele mehrjährige Stauden, Sträucher und Ziergehölze (z.B. Heckenpflanzen) kommen mit leichten Nachtfrösten gut zurecht, solange sie frosthart sind. Anders sieht das bei Pflanzen aus, die in Kübeln wachsen. Auch mediterrane Pflanzen wie Olivenbäume oder tropische Gartenpflanzen vertragen keine niedrigen Temperaturen. Darüber hinaus können auch Jungpflanzen (z.B. Gemüsepflanzen) und Pflanzen bzw. Gehölze, die gerade Blüten bzw. Knospen ausbilden (z.B. Obstbäume, blühende Beerensträucher usw.) keinen Frost vertragen.

Frostschutz für Pflanzen: 5 SOS-Tipps

In den meisten Fällen kann man Gemüsebeete mit einem Gartenvlies schützen, auch Kübel können so geschützt werden. Aber was, wenn das nicht so schnell zur Hand ist? Diese fünf Notfall-Frostschutz-Tipps für den Garten können schnelle Abhilfe schaffen.

1. Wäscheständer für Beete

Wer bereits vor den Eisheiligen ein ganzes Beet bepflanzt hat oder einige Kübelpflanzen vor Frost schützen muss, kann auf einen handelsüblichen Wäscheständer zurückgreifen. Der wird über den Pflanzen platziert und dient dann als Gerüst für Decken, Laken oder Planen. So entsteht mit wenigen Handgriffen ein selbstgebautes Frostschutzhaus für Gemüsepflänzchen oder frostempfindliche Kübelpflanzen wie Heidelbeeren.

2. Einmachgläser oder Eimer für junge Gemüsepflanzen

Einzelne Jungpflanzen im Beet können mit großen Einmachgläsern oder zur Not mit einem Eimer oder einem Kübel vor Frost geschützt werden. Das ist bei längeren Kälteperioden zwar nicht empfehlenswert, da so keine Luft an die jungen Pflänzchen kommt, für ein oder zwei Nächte ist diese Art des Pflanzenschutzes aber kein Problem.

3. Kartons als schnelles „Frostschutzhaus“

Pflanzen auf dem Balkon in Balkonkästen oder Kübeln kann man über Nacht in große Versandkartons stellen. Am besten eignet sich als Schutzort ein Platz nahe an der Hauswand. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Kübel und Balkonkästen erhöht aufzustellen, beispielsweise auf ein Stück Styropor oder auf eine dicke Lage Pappe, um die Wurzeln vor Frost zu schützen. Wer weder eine geeignete Unterlage, noch Pappe zu Hause hat, kann Kübel und Kästen zur Not auch mit alten Decken, Bettlaken oder Tüchern einwickeln.

4. Große Einkaufstaschen

Auch große Mehrweg-Tragetaschen aus Plastik oder etwas festere Mülltüten eignen sich als schneller Frostschutz für eine begrenzte, kurze Zeit.

5. Wäschekörbe oder Plastikboxen

Wer schnelle ein paar Jungpflanzen im Beet schützen möchte, kann auch auf einen Wäschekorb oder eine Plastikbox (z.B. eine große Aufbewahrungsbox) zurückgreifen. Bei sehr durchlässigen Körben sorgen wiederum alte Tücher, Decken oder ein paar Lagen Zeitungspapier für zusätzlichen Schutz.

Generelle Empfehlungen zum SOS-Frostschutz bei Pflanzen

Die oben genannten Provisorien sind keine Langzeitlösung, sondern eher als schnelle, unkonventionelle Hilfe in wenigen Frostnächten gedacht. Die Provisorien sollten tagsüber auch wieder entfernt werden, damit die Pflanzen Licht und Wärme abbekommen.