Ente richtig auftauen: Wann aus dem Tiefkühler für Weihnachten nehmen?

So taut man eine Ente richtig auf.
Jens Wolf/dpaFür den Festtagsbraten zu Weihnachten wird traditionell gerne zur Ente gegriffen. Dass ein paar Tage vor dem Fest noch eine frische Ente beim Bauern bekommt, ist eher selten. Üblicherweise werden die Enten oder Gänse vorbestellt, dann kann man sie sich frisch abholen und muss sie zu Hause bis zum Fest einfrieren. Wer eine gefrorene Ente hat, fragt sich: Wann muss ich die Ente aus dem Tiefkühler holen, um sie für den 25. Dezember zu kochen? Hier gibt es alle Antworten um das Auftauen einer Ente mit Zeitplan und Hygienetipps.
Wie lange braucht eine gefrorene Ente zum Auftauen?
Die sicherste Methode zum Auftauen der Ente ist das langsame Auftauen im Kühlschrank. Eine ganze Ente braucht typischerweise circa 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank. Sehr schwere große Enten brauchen eventuell sogar mehr als ein bis zwei Tage im Kühlschrank zum Auftauen. Wer seine Ente also am 25. Dezember auf den Tisch bringen will, sollte sie also spätestens am 23. Dezember aus dem Tiefkühler zum Auftauen in den Kühlschrank legen. Bei sehr großen Enten oder wenn der Kühlschrank etwas kühler ist, eher schon am 22. Dezember. Solange die Ente durchgehend gekühlt ist, kann sie ein bis zwei Tage vor dem Kochen auch aufgetaut sicher im Kühlschrank lagern.
Zeitplan zum Auftauen der Ente
- 22.12.: Wenn sie sehr groß ist oder dein Kühlschrank kühl läuft, Ente in den Kühlschrank legen
- 23.12.: Ente aus dem Tiefkühler nehmen und im Kühlschrank langsam auftauen lassen
- 24.12.: Spätestens am Abend sollte die Ente vollständig aufgetaut sein
- 25.12.: Die Ente ist jetzt gut aufgetaut und bereit zum Würzen und Braten
Wo und wie man eine tiefgekühlte Ente auftaut
Die sicherste Methode, wie oben erwähnt, ist das langsame Auftauen im Kühlschrank. Dazu sollte der Kühlschrank maximal 4 Grad kühl sein. Am besten sollte der Kühlschrank kühler als 4 Grad eingestellt sein. Die Ente sollte dann in einer Schale oder auf einem Teller im Kühlschrank stehen. Das Tauwasser sollte dabei nicht auf andere Lebensmittel tropfen.
Vergessen, Ente aufzutauen? Die schnelle Alternative
Wer vergessen hat, die Ente rechtzeitig aufzutauen, kann die Kaltwasser-Methode nutzen. Dazu legt man die tiefgefrorene Ente in luftdichter Verpackung in kaltes Wasser und wechselt das kalte Wasser alle 30 Minuten. So taut die Ente in circa zwei bis sechs Stunden auf. Besonders wichtig ist, dass das Wasser kalt bleibt. Bei warmen Wasser können sich auf der bereits aufgetauten oberen Schicht der Ente Bakterien ausbreiten, obwohl der Kern noch gefroren ist. Rohes Geflügel kann mit Keimen wie Salmonellen oder Campylobacter belastet sein. Diese vermehren sich besonders schnell im sogenannten Gefahrenbereich zwischen circa 5 und 60 Grad.
Fehler beim Auftauen der Ente vermeiden
Die Ente sollte nicht bei Raumtemperatur, auf der Arbeitsfläche oder in warmem Wasser aufgetaut werden, weil sich sonst Bakterien stark vermehren. Hände, Flächen und Utensilien sollten nach dem Kontakt mit rohem Geflügel gründlich gereinigt werden.
