Fasching Kostüme 2025
: Diese fünf Karneval-Outfits sind heute nicht mehr akzeptabel

Einige Fasching- und Karnevalskostüme können beleidigend und respektlos wirken. Warum sind einige Outfits tabu und einige sogar strafbar?
Von
Diana Maltseva
Potsdam
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Eine Tänzerin in einem aufwendigen Kostüm tritt am zweiten Tag des diesjährigen Notting Hill Carnival bei der Parade auf. Die jährliche Veranstaltung in Londons beliebtem Stadtteil Notting Hill zieht rund eine Million Menschen an und ist vor allem ein Fest der karibischen Kultur. +++ dpa-Bildfunk +++

Einige Faschings- und Karnevalskostüme können beleidigend und respektlos wirken. Warum sind manche Outfits tabu und sogar strafbar? (Symbolbild)

Vuk Valcic/dpa
  • Einige Karnevalskostüme sind heute tabu, da sie beleidigend und respektlos wirken.
  • Beispiele: Indianer-Kostüm, Blackfacing, Serien-Mörder, rechtsextreme, sexualisierte Kostüme.
  • Indianer-Kostüme gelten als respektlos gegenüber indigenen Kulturen.
  • Blackfacing ist rassistisch und hat historische Wurzeln in Diskriminierung.
  • Serien-Mörder-Kostüme können traumatische Erinnerungen bei Opfern hervorrufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einige Fasching- und Karnevalskostüme gelten heute als politisch unkorrekt. In der Öffentlichkeit hat es bereits Fälle gegeben, in denen prominente Persönlichkeiten diese Tabus gebrochen haben. Warum sind manche Kostüme tabu?

So ging Prinz Harry 2005 als Nazi verkleidet zu einer Party, was einen großen Skandal auslöste. 2017 verkleidete sich der französische Fußballspieler Antoine Griezmann als Basketballspieler, mit dunkler Schminke und Afrofrisur.

Folgende Kostüme sind heute nicht mehr akzeptabel. Eine Übersicht.

Übersicht:

  • Indianer-Kostüm
  • Blackfacing
  • Serien-Mörder
  • Rechtsextremistische Kostüme
  • Sexualisierte Kostüme

Fasching und Karneval: Indianer-Kostüm

Indianer-Kostüme vermitteln oft abwertende Vorstellungen, die auf historischen Missverständnissen und medialen Verdrehungen basiert sind. Das Bedienen von Klischees findet sich auch in solchen Trachten, die auf kulturellen Minderheiten basieren. Hinzu kommt, dass das Tragen von Elementen indigener Kulturen als Kostüm als respektlos betrachtet wird. Die Accessoires, die für viele Indigene als heilig gelten, dürfen nicht zum Spaß als Kostüm getragen werden, da dies einer Beleidigung gleichkommt, informiert die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ).

Blackfacing als Karnevalskostüm ist unzulässig

Unter Blackfacing versteht man das Bemalen des Gesichts weißer Menschen mit dunkler Farbe, um sie als Schwarze auszugeben. Dies hat seinen Ursprung in rassistischen Verhaltensweisen, als weiße Menschen ihre Gesichter schwarz anmalten, um afroamerikanische Menschen zu karikieren, teilt die WAZ mit.

Serien-Mörder-Faschingskostüm

„True Crime“ ist derzeit ein Trend. Im Internet finden sich zahlreiche Podcasts und auf Streaming-Plattformen gibt es viele Serien und Filme zu diesem Thema. Aber man darf nicht vergessen, dass wahre Ereignisse auch wahre Opfer bedeuten. So kann die Verkleidung als realer Serien-Mörder für die Angehörigen der Opfer und für die Überlebenden zu traumatischen Erinnerungen führen und als Gewaltverherrlichung empfunden werden, heißt es in der WAZ und in der Frauenzeitschrift Glamour.

Rechtsextremistische Kostüme

Bei der Wahl des Karnevalskostüms sollten alle rechtsextremen Symbole vermieden werden. Eine Verkleidung als Adolf Hitler ist unpassend und strafbar. Auch andere Zeichen nationalsozialistischer Ideologie und Abkürzungen sind zu vermeiden, informiert der Bußgeldkatalog:

  • WP (White Power): Wahlspruch des Ku-Klux-Klans
  • SGH (Sieg Heil): Teil des Hitlergrußes
  • B & H (Blut und Ehre): Dies ist eine Parole, die unter anderem in der Hitlerjugend verwendet wurde.
  • Auch die Verwendung von Hakenkreuzen ist streng verboten.

Sexualisierte Kostüme

Die sexualisierte Verkleidung mit Klischees wie „sexy Krankenschwester/Polizistin etc.“ geht in Richtung Sexismus, indem die Frau zum Objekt gemacht wird und diese Berufsgruppen abgewertet werden, berichten die WAZ und Glamour.