Gmail-Trick von Google
: Diese kleine Änderung schützt vor Phishing

Zum Schutz vor Betrügern rät Google allen Nutzern mit Gmail-Konto zu einer kleinen, aber wirkungsvollen Änderung. Wie der Betrugsschutz funktioniert, erklären wir hier.
Von
Nicole Züge
Berlin
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ARCHIV - ILLUSTRATION - 04.07.2018, Berlin: Auf dem Bildschirm eines iPhones sieht man das Logo der Gmail-Applikation. Google hat die umstrittene Praxis verteidigt, dass App-Entwickler die digitalen Postfächer beim Dienst GMail scannen können. Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Google rät zu einer wichtigen Änderung, die alle Gmail-Nutzer durchführen sollten.

Fabian Sommer/dpa

Die Betrugsmasche Phishing kennen zwar die meisten Menschen mittlerweile, die Methoden werden allerdings immer ausgefuchster. Google hat nun in einem Blogbeitrag einen Trick verraten, der alle Gmail-Nutzenden sehr effektiv vor solchen Phishingversuchen schützen soll. Wie der Google-Trick gegen Betrug aussieht und wie man ihn ganz einfach umsetzen kann.

Google-Sicherheit: So schützt das Unternehmen seine User

In einem aktuellen Blogbeitrag geht Google auf die Gefahren im Netz ein, die durch Phishing entstehen, also den Klau von Passwörtern und Daten über fingierte, manchmal täuschend echt wirkende Mails, in denen User dazu aufgefordert werden, sensible Daten wie Passwörter zu übermitteln.

Um Nutzer der Google-Produkte besser zu schützen, setzt das Unternehmen auf KI und neue Technologien. So werden nach Auskunft von Google bereits über 99,9 % von Spam, Phishing und Malware in Gmail automatisch blockiert. Dazu kommen Android-Funktionen wie „Call Screen“, die dabei helfen, betrügerische Anrufe zu erkennen und zu ignorieren. In Google Messages warnt eine KI-gestützte Scam-Erkennung zudem vor Betrugsversuchen mit Kryptowährungen, Mautgebühren, Geschenk­karten oder Paketbenachrichtigungen – ein Problem, das 88 % der US-Nutzer betrifft.

Dieser Trick soll Gmail noch sicherer machen

Google empfiehlt, in Zukunft ganz auf Passwörter zu verzichten und auf sichere Methoden wie „Anmelden mit Google“ oder „Passkeys“ umzusteigen. Diese lassen sich im Google Password Manager speichern und geräteübergreifend synchronisieren. Passkeys funktionieren per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, auch der Weg über eine PIN ist möglich.

Passkeys bieten mehr Sicherheit und vereinfachen Logins deutlich. Besonders jüngere Nutzer wie Gen Z treiben diese Entwicklung aktiv voran, schreibt Evan Kotsovinos, Vize-Präsident für Vizepräsidentin für Datenschutz und Sicherheit bei Google.

Der Passkey wird dabei lokal gespeichert – zum Beispiel im Google Password Manager – und funktioniert nur auf dem eigenen Gerät. Hacker und Betrüger gehen also leer aus. Auch gefälschte Loginseiten haben bei Passkeys keine Chance mehr.

Mehr als 800 Millionen Google-Konten verwenden bereits Passkeys. Weltweit sind rund 15 Milliarden Konten kompatibel. Die Umstellung wird von Google, Apple und Microsoft gemeinsam vorangetrieben. Der Passkey ersetzt das Passwort dauerhaft. Er schützt vor Phishing, Datendiebstahl und komplizierten Logins. Google spricht eine klare Empfehlung für alle Gmail-Nutzer aus.

Passkeys bei Google einrichten: So geht's

Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten:

  • https://g.co/passkeys aufrufen,
  • auf „Passkey erstellen“ klicken,
  • das Google-Passwort eingeben,
  • auswählen, wie man sich anmelden möchte (per Bestätigungscode an eine Telefonnummer, per Anruf etc.).
  • Im weiteren Verlauf lassen sich dann die biometrischen Freigaben aktivieren, die eine Anmeldung ohne Passwort ermöglichen.
  • Tipp: Auf Android wird der Passkey meist automatisch im System gespeichert. Die Anmeldung funktioniert anschließend auch auf anderen Geräten.