Grippewelle 2026: Symptome bei Kindern – das müssen Eltern wissen

Welche Symptome Grippe bei Kindern verursacht und was Eltern zur Impfung sowie zur Influenzaerkrankung wissen müssen. (Symbolbild)
Annette Riedl/dpa-tmn/dpaDie Grippewelle hat Deutschland fest im Griff, auch viele Kinder sind aktuell betroffen. Welche Symptome bei Kindern in der Regel auftreten und was Eltern beachten müssen, wenn das eigene Kind erkrankt ist.
Grippewelle 2026: Diese Symptome verursacht Influenza bei Kindern
Plötzlich hohes Fieber, kaum Energie, kein Hunger: Trifft eine Influenza ein Kind, unterscheidet sich der Verlauf klar von einer gewöhnlichen Erkältung. Die echte Grippe wird durch Influenza-Viren ausgelöst und gilt als ernst zu nehmende Erkrankung. Entsprechend groß ist die Verunsicherung bei Eltern. Diese Punkte sind jetzt entscheidend.
Eine Influenza beginnt meist abrupt. Häufige Symptome sind:
- Fieber über 38,5 Grad
- starke Abgeschlagenheit
- Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
- trockener Husten
- ausgeprägte Müdigkeit
- teilweise Übelkeit und Erbrechen
Kind zeigt Symptome: Was jetzt zu tun ist
Treten diese Beschwerden während einer Grippewelle auf, sollten Eltern zeitnah ihre kinderärztliche Praxis kontaktieren. Das empfiehlt auch das Portal „Kindergesundheit-info.de“ des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit.
Eine sichere Diagnose ist nur über Laboruntersuchungen möglich. Üblich sind Nasen- oder Rachenabstriche. Für eine erste Einschätzung können Kombi-Selbsttests aus Apotheke oder Drogerie genutzt werden, sofern das Kind die Anwendung zulässt. Das Robert Koch-Institut weist jedoch darauf hin, dass Antigen-Schnelltests Influenza nicht immer zuverlässig erkennen.
Was Eltern zu Hause tun können
Bei ansonsten gesunden Kindern reicht laut „Kinder- & Jugendärzte im Netz“ vorwiegend konsequente Bettruhe über mehrere Tage aus. Fieber- und schmerzlindernde Medikamente können das Befinden verbessern, sollten aber nur nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis gegeben werden. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Antibiotika sind gegen Influenza wirkungslos, da es sich um eine Viruserkrankung handelt. Entwickelt sich jedoch eine zusätzliche bakterielle Infektion, etwa eine Lungen- oder Ohrenentzündung, ist eine antibiotische Behandlung erforderlich.
Influenza bei Kindern: Ansteckung in der Familie vermeiden
Influenza-Viren verbreiten sich leicht. Den besten Schutz bietet die Grippeimpfung. Sind Eltern geimpft, sinkt das Ansteckungsrisiko im Haushalt.
Trotzdem gelten während der Erkrankung strenge Hygieneregeln wie gründliches und häufiges Händewaschen, Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder in Einwegtaschentücher, Taschentücher sofort zu entsorgen und regelmäßiges Lüften. Bei Bedarf hilft auch das Tragen einer medizinischen Maske.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte betont, dass schwere Verläufe vor allem ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem betreffen. Deshalb sollten erkrankte Kinder vorübergehend keinen Kontakt zu Großeltern haben.
Grippeimpfung bei Kindern
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung für Kinder ab sechs Monaten, wenn sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu zählen unter anderem Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen, Herz- oder Kreislaufleiden, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes oder anderen Stoffwechselstörungen.
Eltern sollten gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten klären, ob ihr Kind zur Risikogruppe gehört oder aus anderen Gründen geimpft werden sollte. Fachleute betonen: Eine Grippeimpfung ist auch dann sinnvoll, wenn die Grippesaison bereits begonnen hat. Experten haben die Stiko bereits im vergangenen Jahr aufgefordert, die Richtlinien und Empfehlungen für Kinder in Bezug auf die Grippeschutzimpfung anzupassen, so wie es in mehreren europäischen Ländern seit Längerem gehandhabt wird. Mehr Informationen dazu haben wir hier zusammengefasst.
