Günstiges Rezept aus Hausmitteln: Dieser Orchideen-Dünger sorgt für Blütenpracht

Nachtfalter- oder Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis) sind beliebte Zimmerpflanzen. Ihre Blühfreude kann man mit einem ganz einfachen Hausmittel fördern. So wird der selbstgemachte Orchideen-Dünger gemacht.
Felix Kästle/dpaOrchideen sehen prachtvoll aus, brauchen aber eine andere Pflege als klassische Zimmerpflanzen. Besonders beim Düngen ist Sorgfalt gefragt. Teurer Spezialdünger ist jedoch nicht zwingend nötig: Ein bestimmtes Hausmittel kann die Blüten der empfindlichen Pflanzen ebenso fördern. Entscheidend ist, wie man es richtig anwendet.
Orchideen richtig pflegen: Das ist wichtig
In Deutschland versteht man unter Orchideen meist die Nachtfalter-Orchidee oder Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis). Sie gilt als pflegeleicht, solange einige Grundregeln eingehalten werden. Staunässe verträgt sie nicht: Stehen die Wurzeln im Wasser, faulen sie schnell. Zu trocken darf das Substrat aber ebenfalls nicht sein. Da Orchideen nicht in normale Blumenerde, sondern in eine lockere Substratmischung gesetzt werden, brauchen die Wurzeln viel Sauerstoff. Deshalb sollte überschüssiges Gießwasser nach kurzer Zeit entfernt werden.
Tauchmethode für Orchideen
Eine bewährte Methode ist das Tauchen: Dazu den Topf mit den Orchideenwurzeln etwa 10 Minuten in kalkarmes, zimmerwarmes Wasser (idealerweise Regenwasser) stellen und anschließend gut abtropfen lassen. Der nächste Tauchgang erfolgt erst, wenn der Wurzelballen leicht angetrocknet ist. Zusätzlich brauchen Orchideen einen hellen Standort mit indirektem Sonnenlicht, da direkte Strahlung die Blätter verbrennen kann. Optimal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 70 Prozent. In Wohnräumen lässt sich das schwer erreichen, daher eignen sich helle Bäder als Standort. Alternativ hilft regelmäßiges Besprühen mit Wasser.
Orchideen düngen: Das brauchen die Pflanzen zum Blühen
Orchideen benötigen während der Wachstumsphase (wenn sie Blüten ausbilden) etwa alle 2-3 Wochen Flüssigdünger, da der von den Wurzeln am besten aufgenommen werden kann. Nach dem Verblühen und in der Ruhephase (bei manchen Sorten im Winter) kann auf Dünger komplett verzichtet werden. Die Düngergaben starten wieder, sobald die Pflanze die ersten Knospen bildet.
Düngen kann man die Dschungelpflanzen mit den unterschiedlichsten Hausmitteln. Manche schwören auf Kaffeesatz im Gießwasser (das vertragen aber nicht alle Sorten), wieder andere Menschen bereiten einen Pflanzensud oder -tee zu, was allerdings etwas aufwändiger ist. Ein Hausmittel lässt sich sehr leicht und schnell verwenden und ist in vielen Haushalten sowieso vorhanden: Es handelt sich um Trockenhefe.
Orchideen-Dünger selbst herstellen: So macht man den Trockenhefedünger
Trockenhefe enthält B-Vitamine, Proteine, Kalium, Phosphor, Magnesium und Stickstoff. Eine ideale Mischung für Orchideen. So bereitet man den Trockenhefedünger zu:
- 1 Päckchen Trockenhefe à 7 Gramm in 100 ml heißem Wasser verrühren und stehenlassen, bis die Hefe sich aufgelöst hat.
- Die Hefemischung mit 2 Litern zimmerwarmem, kalkarmem Wasser (am besten Regenwasser) aufgießen und alles in eine Schüssel oder einen Eimer füllen.
- Die Wurzeln der Orchidee mit Topf (aber ohne Übertopf) in die Düngelösung tauchen und ca. 10 Minuten darin stehenlassen, bis das Substrat sich mit der Flüssigkeit vollgesaugt hat.
- Gut abtropfen lassen. Den Vorgang während der Blühphase alle 2 Wochen wiederholen.
- Die Hefelösung kann im Anschluss zum Gießen der übrigen Zimmerpflanzen verwendet werden.
