Coronavirus Mundspülung Klaus-Dieter Zastrow: Wird das Gurgeln jetzt Pflicht?

Gurgeln mit Mundspülung als Geheimwaffe?
©Emily frost/Shutterstock.com/Archiv„Maske auf und schön gurgeln!“, so das Fazit des Corona-Talks bei Maybritt Illner im ZDF. Zu Gast waren neben Polit-Größen wie Markus Söder und Olaf Scholz auch Corona-Geschädigte und der Hygienearzt Prof. Klaus-Dieter Zastrow. Der Mediziner empfiehlt das Gurgeln von antiseptischen Mundspülungen gegen die zweite Corona-Welle. „Man kann seinen Mund-Rachenraum desinfizieren. Eine Mundspülung in regelmäßigen Abständen vernichtet die Viren. Leute, desinfiziert euch die Münder!“, appellierte Zastrow an das Publikum und wurde dabei von der Moderatorin sekundiert.
Gurgeln mit Mundspülung als Pflicht nach dem Corona-Test?
Zastrow glaubt sogar, dass Corona-Ausbrüche verhindert werden könnten, wenn Mundspülungen in Verdachtsfällen nach dem Test zum Pflichtprogramm würden. Dies könnte die Viruslast im Mund senken und somit die Verbreitung des Erregers hemmen, so die Annahme. Einen sicheren Schutz vor der Ansteckung bietet die Methode laut Forschern der Uni Bochum jedoch nicht. Das Gurgeln mit einer Mundspülung könne nicht die Produktion der Viren in den Zellen an sich bremsen, sagte Tim Meister aus dem Forschungsteam laut dem Apothekenportal aponet.de.
Mundspülung nach dem Kneipenbesuch oder der Zugfahrt
Experten meinen dennoch, dass eine Mundspülung auch vorbeugend eingesetzt werden kann, zum Beispiel nach dem Aufenthalt in öffentlichen Bereichen mit erhöhter Ansteckungsgefahr, Verkehrsmitteln oder Kneipen. Allerdings reiche eine einmalige Spülung nicht aus, da damit nicht alle Viren deaktiviert werden und sich die restlichen wieder schnell vermehren könnten. Wie oft eine Mundspülung sinnvoll wäre, ist derzeit unklar.

