Hätten Sie es gewusst?: Diese Wörter aus den deutschen Dialekten verstehen andere Deutsche nicht

Wissen Sie, was diese Wörter aus den deutschen Dialekten bedeuten?
Arne Dedert/dpaIn der Bundesrepublik Deutschland werden viele Dialekte gesprochen. Teilweise sind die Dialekte so unterschiedlich in der Aussprache, dass sich Deutsche untereinander nicht verstehen. Bayerisch ist laut Statista mit 26 Prozent der beliebteste deutsche Dialekt. Danach kommt das Norddeutsche und Kölsch. Weniger beliebt sind schwäbisch und hessisch. Sächsisch gilt am wenigsten attraktiv.
Diese verrückten Wörter und Redewendungen gibt es in den deutschen Dialekten. Hätten Sie die Bedeutung gewusst?
Dit find ick knorke!
Atze, Schrippe, Kinkerlitzchen und Piefke: Das ist Berlinerisch. Wer die „Berliner Schnauze“ einmal kennenlernt, lernt sie auch lieben. Berlinerisch ist eine Städtesprache, die aus verschiedenen Dialekten entstanden ist. Ganz besonders repräsentabel für Berlinerisch ist der Satz „Dit find ick knorke!“, was so viel heißt wie „Das finde ich gut/prima/großartig.“ Mehr Berlinerisch gibt es in diesem Video vom Goethe-Institut:
Schliebdsch und Schnubbdischl
Sächsisch gibt es in den Varianten Osterländisch, Obersächsisch (Meißnisch), Vogtländisch, Erzgebirgisch und Lausitzisch. Die Unterschiede zwischen den Varianten kennen wahrscheinlich nur die Sachsen. Denn überall anders in Deutschland klingen alle sächsische Dialekte gleich und werden fast nie verstanden. „Schliebdsch“ und „Schnubbdischl“ – das ist Sächsisch. Und was heißt das? „Schliebdsch“ heißt „Ich liebe dich“ und „Schnubbdischl“ ist das Taschentuch.
I kimm ned auf der Brennsubbn daher!
Im Oberbairischen gehören Servus, Semmel, Bumser und Irxenschmoiz (Muskelkraft im Arm) zur Alltagssprache. „Pfiat di“ heißt „Für Gott“ und wird zum Abschied gesagt. „I kimm ned auf der Brennsubbn daher!“ heißt „Ich bin doch nicht blöd!“ Hätten Sie's gewusst? Einen Crashkurs in Oberbairisch gibt es in dem folgenden Video vom Goethe-Institut:
Salli, du bisch a Käpsele
Schwätzen, Weckle und Labbeduddel? Das ist badisch, was zwischen Schweiz und Heidelberg gesprochen wird. „Salli“ heißt „Hallo“. Und „Du bisch a Käpsele“ klingt zwar wie eine Beleidigung, ist aber ein Kompliment. „Dipflischisser“ hingegen klingt niedlich, ist aber nicht so nett gemeint – Korinthenkacker. Hätten Sie es gewusst?
Ene halve Hahn
„Tach, wie isset?“ Das hört man, wenn man in Köln ist und sich mit jemanden unterhält, der Kölsch spricht. Würden Sie Kölsch verstehen? „Ene halve Hahn“ ist ein Roggenbrötchen mit Gouda. Da würden Deutsche aus anderen deutschen Regionen wahrscheinlich nicht darauf kommen.
Einen Crashkurs in Kölsch gibt es vom Goethe-Institut:
