Heidelbeeren aus Brandenburg: Saison startet auch für Selbstpflücker

Die Heidelbeer-Saison hat begonnen, Selbstpflücker können nun auch in Brandenburg wieder fleißig sammeln. Wie viel die Blaubeeren 2025 kosten und wo man sie pflücken kann.
Julian Stratenschulte/dpaDie Deutschen haben die Heidelbeere zum Fressen gern! Das belegen Zahlen einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Und auch, wenn man Heidelbeeren bzw. Blaubeeren aus aller Welt als Importware fast ganzjährig im Supermarkt findet, die Frucht hat eine Saison, wie jedes andere Obst auch.
Und die startet bald, auch in Brandenburg stehen die Heidelbeeren bald für Selbstpflücker zur Verfügung. Was ein Kilo Heidelbeeren aus der Selbstpflücke in diesem Jahr in Berlin-Brandenburg kostet und wann die Felder eröffnet werden.
Heidelbeeren sind Lieblingsobst der Deutschen
Unter denjenigen, die Früchte essen, zählte laut den Ergebnissen aus der oben genannten Umfrage fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) die Heidelbeere zum Lieblingsobst. Damit lag sie zwar knapp hinter der Himbeere (53 Prozent), aber beispielsweise deutlich vor der Brombeere (31 Prozent) und der Johannisbeere (24 Prozent). Mehrfachantworten waren möglich.
Verbrauch der Früchte stark gestiegen
Auch die Heidelbeer-Flächen in Deutschland verraten diese Tendenz, wie man aus der „Strauchbeerenerhebung“ des Statistischen Bundesamtes erfährt. Daraus geht hervor, dass die Kulturheidelbeere im Jahr 2024 mit einer Anbaufläche von 3.500 Hektar „die bedeutendste Strauchbeerenart in Deutschland“ gewesen ist. Seit der ersten „Strauchbeerenerhebung“ im Jahr 2012 sei die Fläche kontinuierlich ausgeweitet worden. Damals wurden erst auf knapp 1.840 Hektar Heidelbeeren angebaut.
Der Verbrauch ist aber noch stärker gestiegen als die Anbaufläche. Es gibt mittlerweile nach Informationen der dpa enorme Importe aus dem Ausland, die Zahlen haben sich seit 2018 verdoppelt, sagt Claudio Gläßer, Marktanalyst bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Früchte seit einigen Jahren als Superfood gehypt werden. Die Früchte enthalten laut Bundeszentrum für Ernährung vergleichsweise viel Vitamin E und Mangan. Ihr hoher Gehalt an Anthocyan soll dafür sorgen, dass sie im menschlichen Organismus zellschützend wirken. Außerdem sind die süßen Beeren auch relativ zuckerarm und gut zu snacken: Kein Schneiden oder sonstiges, aufwändiges Putzen nötig.
Blaubeeren aus Brandenburg: Wo es sie zum Selbstpflücken gibt und was sie kosten
So ist es auch kein Wunder, dass es um Berlin herum, in Brandenburg, so einige Möglichkeiten gibt, die Früchte selbst zu pflücken. Eine dieser Adressen liegt ganz nah hinter der Stadtgrenze, in Elisenau, bei Ahrensfelde. Auf dem Areal der Pomona Gartenbau GmbH gehören neben Erdbeeren, Kirschen, Johannisbeeren, Brombeeren, Pflaumen sowie Äpfeln und Birnen auch die Heidelbeeren zum festen Bestand. Produktionsleiter Louis Heitmann verrät im Gespräch, dass die Blaubeersaison in Elisenau gerade beginnt.
Heidelbeeren: Das kostet das Kilo in der Selbstpflücke
Der Preis für die Selbstpflücke liegt in Elisenau dieses Jahr bei 6,50 Euro pro Kilo, ab 5 Kilo sinkt er auf 5,90 Euro. Ob auch bereits gepflückte Ware im Hofladen angeboten wird, ist noch unklar. Möglich, aber wenn, dann nur in begrenztem Umfang.
Zum Saisonstart rechnet Heitmann mit einem hohen Andrang. Sein Tipp: Die Felder sind dann schnell überlastet. Ob die Felder geöffnet sind, erfahren Selbstpflücker am zuverlässigsten über den WhatsApp-Kanal von Pomona Gartenbau. Die Öffnungszeiten auf Google Maps seien im Moment unzuverlässig, betont Heitmann. Den WhatsApp-Kanal sowie alle weiteren Informationen wie die Öffnungszeiten und die Anfahrt nach Elisenau gibt es hier auf der Webseite. An diesem Wochenende sind die Plantagen beispielsweise geschlossen, weil die Früchte zunächst nachreifen müssen. Wie es ab der kommenden Woche weitergeht, erfahren Blaubeer-Fans als Erstes bei WhatsApp.
