Himmels-Fotografie: So gelingt das perfekte Foto von der Sonnenfinsternis

So könnte auch Ihr Foto der partiellen Sonnenfinsternis aussehen. Dieses seltene Ereignis möchte man gern festhalten. Doch wie fotografiert man so ein Himmelsphänomen richtig? Wir haben die Tipps für das perfekte Foto. (Symbolbild)
Axel Heimken/dpa- Am 29.03.2025 findet eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland statt.
- Fotografieren ist schwierig und gefährlich ohne spezielle Schutzmaßnahmen.
- Verwenden Sie Sonnenfinsternisfolie oder Graufilter, um Kamera und Augen zu schützen.
- Planung und Kamerasetzungen sind entscheidend für gute Fotos.
- Tragen Sie unbedingt eine Sonnenfinsternisbrille.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In 2025 werden wir nach langer Zeit wieder eine Sonnenfinsternis in Deutschland erleben. Solche ein Ereignis ist sehr beeindruckend und man möchten es für ewig in einem Foto festhalten. Doch das ist gar nicht mal so einfach und vor allem nicht ungefährlich. Was man beachten muss und alle Tipps und Tricks für das perfekte Foto.
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen und gleichzeitig Neumond ist. Dann wirft der Mond einen kleinen Schatten auf die Erde, sodass die Verdunkelung der Sonne nur in einem schmalen, aber oft mehrere tausend Kilometer langen Streifen auf der Erde sichtbar ist. Steht die Erde nur im Halbschatten, so wie dieses Mal, sehen wir eine partielle Sonnenfinsternis.
Partielle Sonnenfinsternis am 29. März in Deutschland
Am 29.03.2025 ab etwa 11:20 Uhr beginnt das Spektakel in Deutschland und dauert ungefähr 1,5 Stunden. Alle Infos zu Zeiten und Dauer der Sonnenfinsternis einzelner Städte in Deutschland haben wir hier zusammengetragen. Es verleitet natürlich, direkt in die Sonne zu schauen oder zu fotografieren, jedoch sollte man das unbedingt vermeiden. Wenn man ungeschützt in die Sonne sieht, kann das Sehschäden verursachen. Auch Sonnenbrillen bieten hier keinen ausreichenden Schutz.
Lesen Sie hier alles Wichtige zur Sonnenfinsternis im März.
Kameras ohne Sonnenschutz sind gefährlich
Wie kommt man nun aber zu einem tollen Foto von der Sonnenfinsternis, wenn man nicht direkt hinschauen bzw. durch Kamera oder Feldstecher gucken darf? Wir erklären, mit welchen Hilfsmitteln es doch möglich ist und zeigen Tipps und Tricks für das perfekte Foto.
Wieso sind Kameras und Ferngläser so gefährlich? Diese Geräte wirken wie Teleskope und können innerhalb weniger Sekunden die Netzhaut verbrennen. Das Schlimme dabei ist, dass man das nicht merkt. Da die Sonne ein extrem heller Himmelskörper ist, sollte man niemals direkt hineinschauen oder den Kamerasensor der Helligkeit dauerhaft aussetzen.
So schützt man das Auge und die Kamera vor der Sonne
Um eine Sonnenfinsternis sicher und effektiv zu fotografieren, gibt es zwei Hauptmethoden: die Nutzung einer speziellen Sonnenfinsternisfolie oder die Kombination mehrerer Graufilter, um die Helligkeit der Sonne um das 10.000-fache zu reduzieren. Eine Kombination aus einem 1000-fachen und einem 64-fachen Graufilter ist besonders effektiv.
Diese Hilfsmittel bekommt man im Foto- oder/und Astronomiefachhandel und sie sind unabdingbar für Fotos von der Sonne und zum Schutz von Augen sowie Kamera. Und zusätzlich sollte man ebenfalls eine Sonnenfinsternisbrille tragen, wenn man durch den Sucher schaut.
Alles Wichtige zu Sonnenfinsternis-Brillen können Sie hier nachlesen.
Nutzer von Spiegelreflexkameras sollten zudem den Live-View-Modus verwenden, um den Sensor zu schonen und Augenschäden zu vermeiden. Auch bei Systemkameras ist darauf zu achten, dass zwischen den Aufnahmen das Objektiv mit einem dunklen Tuch abgedeckt wird, um den Sensor zu schützen.
ACHTUNG!
Es wird dringend von allen „Billiglösungen“ abgeraten, wie z. B. ausbelichtete Negativfilme, Röntgenfilme, berußte Glasplatten oder ähnlichen Methoden. Alle diese Methoden sind gefährlich und können Ihr Auge schädigen.
Mit diesen Tipps und Tricks bekommen Sie das beste Foto
Sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, kann es los gehen. Die folgenden Tipps gelten in erster Linie für eine partielle Sonnenfinsternis – bei einer totalen Finsternis gibt es Abweichungen, da die Sonne hier komplett verdeckt wird und es andere Lichtverhältnisse gibt.
#1: Das richtige Objektiv nutzen
Für Landschaftsfotos eignet sich ein Weitwinkelobjektiv, wobei die Sonne dann sehr klein und eher als weißer Punkt erscheint. Ein Teleobjektiv ermöglicht detaillierte Aufnahmen der Sonnenfinsternis. Eine Brennweite von mindestens 400 mm ist ratsam, um die Sonne formatfüllend abzulichten. Ein Stativ ist bei der Verwendung eines Teleobjektivs ebenfalls empfehlenswert.
# 2: Die Kamera richtig einstellen
Es wird empfohlen, die Sonne leicht unterzubelichten, um in der Nachbearbeitung bessere Farben zu erzielen. Verwende einen niedrigen ISO-Wert (am besten 100), eine geschlossene Blende (hohe Blendenzahl) und eine kurze Verschlusszeit. Längere Belichtungszeiten als eine Sekunde sollte man vermeiden, da sonst die Erdrotation bereits wieder zur Unschärfe führen könnte. Aufgrund der Graufilter ist oft manuelles Fokussieren nötig, da der Autofokus eventuell nicht richtig funktioniert.
# 3: Vorsicht vor Schmelzgefahren
Das Objektiv bündelt Sonnenlicht, was zu großer Hitze in der Kamera führen kann. Drehen Sie die Kamera gelegentlich von der Sonne weg oder schirmen Sie das Objektiv ab, um Schäden zu vermeiden. Bei Zeitrafferaufnahmen kann ein weißes Tuch helfen, die Kamera kühl zu halten.
# 4: Überlegen Sie genau, was Sie fotografieren wollen
Im Voraus planen, welche Phasen der Sonnenfinsternis man fotografieren möchte, da diese schnell vorübergehen, ist sehr empfehlenswert. Die partielle Sonnenfinsternis hat zwar nicht so viele Phasen, aber das beste, die maximale Verdunkelung, möchte man doch nicht verpassen.
# 5: Video oder Zeitraffer
Stellen Sie die Kamera auf ein Stativ und filmen Sie den gesamten Zeitraum der Sonnenfinsternis. Man sollte darauf achten, dass die Kamera nicht überhitzt. An dieser Stelle sei noch einmal dringlichst auf die Nutzung von entsprechenden Graufiltern hingewiesen, um die Kamera zu schützen. Man kann auch regelmäßig Fotos machen, um einen Zeitraffer zu erstellen.
Das Wichtigste bei der Sonnenfinsternis-Fotografie:
- Schützen Sie ihre Augen mit speziellen Schutzbrillen und schauen Sie nicht ohne diese direkt in die Sonne
- Nutzen Sie entsprechende Filter für die Kamera, um Ihre Augen sowie Kamera zu schützen
- Verwenden Sie bestenfalls den Live-View-Modus Ihrer Kamera