Hundeattacke in Drosa: Hund beißt Kind (4) tot, neue Details zu dramatischem Angriff

Der Freiheitsplatz von Drosa, einem Ort in der Gemeinde Osternienburger Land. Hier wurde ein vier Jahre altes Kind von einem Hund zu Tode gebissen.
Heiko Rebsch/dpa- Vierjährige in Drosa von Familienhund angegriffen und tödlich verletzt.
- Obduktion fand in der vergangenen Woche statt – Ergebnisse stehen noch aus.
- Hund: American Staffordshire Terrier, in Sachsen-Anhalt als gefährlich eingestuft.
- In der Wohnung wurden geringe Mengen Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt.
- Gegen die Mutter und einen Bekannten wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach der Obduktion des Leichnams einer Vierjährigen, die in Sachsen-Anhalt vom Hund der Familie angegriffen und mit Bissen getötet wurde, stehen die Ergebnisse der Untersuchungen noch aus. Die Obduktion habe in der vergangenen Woche stattgefunden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Vierjährige war nach Ermittlerangaben von dem American Staffordshire Terrier beim Spielen angegriffen worden. Für das Kind kam jede Hilfe zu spät.
Im Zuge der Ermittlungen seien in der Wohnung der Familie auch geringe Mengen Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt worden, erklärte die Sprecherin. Weitere Angaben zu dem Fall machte sie nicht und verwies auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte und das laufende Ermittlungsverfahren.
Nach dem Angriff in der vergangenen Woche hatte unter anderem die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, dass der Familienhund in der Vergangenheit schon einmal auffällig geworden war und nur unter Auflagen gehalten werden durfte. Außerdem hatte die „Bild“-Zeitung unter anderem berichtet, dass die Familie mehrere Kinder hat, unter anderem ein Neugeborenes, das während des Angriffs ebenfalls im Raum gewesen sein soll.
Nach dem Vorfall in der Ortschaft Drosa im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Der 32 Jahre alten Mutter und einem 30 Jahre alten Bekannten der Familie wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht, wie es hieß.
In Sachsen-Anhalt gilt der American Staffordshire Terrier nach dem Hundegesetz als gefährliche Rasse. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die Bundesländer jeweils einzeln auf. Für diese Tiere gelten Sonderregeln wie eine Genehmigungspflicht, Leinen- und Maulkorbzwang oder Versicherungspflicht. Fast alle Länder fordern zudem einen Sachkundenachweis der Halter und einen Wesenstest für die Tiere.
