HVV-Streik in Hamburg: Wann endet der Warnstreik im ÖPNV?

Verdi bestreikt erneut den Nahverkehr in Hamburg. Bis wann kommt es noch zu Ausfällen?
Marcus Brandt/dpaVerdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Hamburg aufgerufen. Ab wann verkehrt der Nahverkehr wieder regulär?
Hamburg: Wie lange dauert der Warnstreik und wann ist er vorbei?
Von Freitag, 27. Februar, 3 Uhr, bis Sonntag, 1. März, 3 Uhr, ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn AG zu einem 48-stündigen Warnstreik auf. Betroffen sind der Bus- und U-Bahn-Verkehr in Hamburg. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Ob sich auch die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein beteiligen, ist noch offen und hängt vom Verlauf ihrer laufenden Verhandlungen ab. Bereits am Mittwoch, 25. Februar, beginnend um 3 Uhr morgens, bis Donnerstag, 26. Februar, 3 Uhr morgens, dauert ein Warnstreik bei vhh.mobility (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH) an. Dieser soll nach Informationen der VHH allerdings nur zu einzelnen Fahrtausfällen im Hamburger Westen sowie im Kreis Pinneberg führen.
Laut der Ankündigung werden während des Streiks am Freitag und Samstag keine HOCHBAHN-Busse und U-Bahnen fahren. Die Fähren der HADAG, Regionalbahnen und Busse anderer Verkehrsunternehmen sind laut Hochbahn nicht vom Streik betroffen und verkehren weiterhin.
Die Hochbahn hält Fahrgäste auf hochbahn.de sowie auf den Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden. An den Streiktagen informieren die hvv-App, die hvv-switch-App und hvv.de, welche hvv-Linien genau unterwegs sind.
DB, RE und Co.: Welche weiteren Alternativen gibt es?
Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. ICEs und S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.
Warum wird in Hamburg erneut gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Mit Material der dpa
