HVV-Streik in Hamburg
: Wie lange dauert der Streik bei den VHH und der Hochbahn?

In Kürze wird der Nahverkehr in Hamburg erneut bestreikt. Wann startet der Wellenstreik und wann verkehren die betroffenen Linien des ÖPNV wieder regulär?
Von
David Hahn
Hamburg
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Warnstreiks öffentlicher Dienst - Hamburg: 11.02.2026, Hamburg: Busse stehen bei einem Warnstreik auf dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) in Schenefeld. Zur dritten am Mittwoch beginnenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder fordern die Gewerkschaften ein verbindliches Arbeitgeberangebot mit mehr Gehalt und kürzerer Laufzeit als bisher in Aussicht gestellt wurde. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Busse stehen bei einem Warnstreik auf dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) in Schenefeld. Wie lange kommt es jetzt zu Ausfällen im Verbund des HVV infolge des angekündigten „Wellenstreiks“?

Christian Charisius/dpa

Fahrgäste in Hamburg müssen sich bereits ab Dienstag, dem 17. Februar 2026, auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen Wellenstreik bei den Verkehrsbetrieben der Hochbahn angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen können. Auch bei den VHH kommt es zu einem Warnstreik. Wie lange dauern die Einschränkungen an?

HVV, Hochbahn und VHH: Wann startet und endet der Streik?

Die Streiks bei der Hochbahn sind als sogenannte Wellenstreiks geplant. Dabei sind Arbeitsniederlegungen vom 17. bis 19. Februar vorgesehen, wobei an jedem Tag unterschiedliche Bereiche betroffen sein können. Die Hochbahn rechnet für die Tage mit eingeschränktem Betrieb. Welche Bereiche bestreikt werden, wird ver.di erst am jeweiligen Vortag bekannt geben. Die hvv-App und hvv.de informieren darüber, welche hvv-Linien fahren. Die Hochbahn wird ihre Fahrgäste zudem über die hvv-App und die Social-Media-Kanäle informieren.

Bei den VHH sind Streiks am 18. und 25. Februar angekündigt. Der erste Warnstreik bei den VHH dauert vom 18. Februar, ab 3 Uhr, bis 19.02.2026, 3 Uhr, für 24 Stunden an. Da jeweils nur ausgewählte Betriebshöfe oder Beschäftigtengruppen die Arbeit niederlegen, ist mit möglicherweise wechselnden Einschränkungen im Bus- und U-Bahnverkehr zu rechnen. Eine Übersicht zu den verkehrenden Linien und Ausfällen gibt es hier auf der Webseite der VHH. Fahrgäste werden gebeten, ihre Fahrt tagesaktuell vor Fahrtantritt in der Fahrplanauskunft in der hvv-App und auf hvv.de zu prüfen.

Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht vom Streik betroffen und fahren wie gewohnt. Bei den Fähren der HADAG kommt es ebenfalls zu keinen Einschränkungen.

Aktueller Streik in Hamburg 2026: Warum wird erneut gestreikt?

Hintergrund des nächsten Streiks in Hamburg sind laufende Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für Hochbahn-Beschäftigte 7,5 Prozent mehr Lohn und kritisiert, dass bislang kein Angebot vorliege. Die Hochbahn bezeichnet die angekündigten Streiks als „unnötig und nicht konstruktiv“ und verweist auf einen vereinbarten Verhandlungsfahrplan mit weiteren Gesprächen am 20. und 24. Februar.

Von den VHH fordert die Gewerkschaft ver.di unter anderem die Einführung einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden. Das Angebot der VHH sieht eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 vor. Auf die Forderungen nach Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns ging die Arbeitgeberseite laut ver.di nicht ein. Das Angebot der VHH bewertet die Gewerkschaft als unzureichend. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder steht in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Tarifstreit im ÖPNV.