HVV-Streik in Hamburg
: Wird morgen erneut gestreikt?

Der Nahverkehr in Hamburg wird aktuell erneut bestreikt. Wie sieht die Lage im ÖPNV morgen, am Donnerstag, dem 19.02.2026, aus?
Von
David Hahn
Hamburg
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Verdi-Warnstreik bei der Hochbahn in Hamburg: ARCHIV - 01.02.2023, Hamburg: Busse stehen auf dem Gelände des Bus-Betriebshofs Alsterdorf der Hamburger Hochbahn. Zahlreiche Beschäftigte der Hamburger Hochbahn sind am frühen Mittwochmorgen in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. (zu dpa: «Welche Buslinien in Hamburg nicht oder eingeschränkt fahren») Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Busse stehen auf dem Gelände des Bus-Betriebshofs Alsterdorf der Hamburger Hochbahn. Derzeit bestreikt ver.di erneut Teile des Nahverkehrs in Hamburg.

Christian Charisius/dpa

Fahrgäste in Hamburg mussten sich bereits seit Dienstag, dem 17. Februar 2026, auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen Wellenstreik bei den Verkehrsbetrieben der Hochbahn angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen können. Auch bei den VHH kommt es am 18. Februar 2026 zu einem Warnstreik. Müssen Fahrgäste morgen, am Donnerstag, dem 19. Februar, ebenfalls mit Einschränkungen rechnen?

Streik in Hamburg morgen: HVV, Hochbahn und VHH betroffen?

Die Streiks bei der Hochbahn sind als sogenannte Wellenstreiks geplant. Dabei sind Arbeitsniederlegungen vom 17. bis einschließlich 19. Februar vorgesehen, wobei an jedem Tag unterschiedliche Bereiche betroffen sein können. Die Hochbahn rechnet für die Tage mit eingeschränktem Betrieb. Welche Linien fahren und welche nicht, gibt es hier im Überblick. Auch die hvv-App und hvv.de informieren darüber, welche hvv-Linien fahren. Die Hochbahn informiert die Fahrgäste zudem über die hvv-App und die Social-Media-Kanäle.

Bei den VHH sind Streiks am 18. und 25. Februar angekündigt. Der erste Warnstreik bei den VHH dauert vom 18. Februar, ab 3 Uhr, bis 19.02.2026, 3 Uhr, für 24 Stunden an. Da jeweils nur ausgewählte Betriebshöfe oder Beschäftigtengruppen die Arbeit niederlegen, ist mit möglicherweise wechselnden Einschränkungen im Bus- und U-Bahnverkehr zu rechnen. Eine Übersicht zu den verkehrenden Linien und Ausfällen gibt es hier auf der Webseite der VHH. Fahrgäste werden gebeten, ihre Fahrt tagesaktuell vor Fahrtantritt in der Fahrplanauskunft in der hvv-App und auf hvv.de zu prüfen.

Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht vom Streik betroffen und fahren wie gewohnt. Bei den Fähren der HADAG kommt es ebenfalls zu keinen Einschränkungen.

Aktueller Streik in Hamburg 2026: Warum wird erneut gestreikt?

Hintergrund des nächsten Streiks in Hamburg sind laufende Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für Hochbahn-Beschäftigte 7,5 Prozent mehr Lohn und kritisiert, dass bislang kein Angebot vorliege. Die Hochbahn bezeichnet die angekündigten Streiks als „unnötig und nicht konstruktiv“ und verweist auf einen vereinbarten Verhandlungsfahrplan mit weiteren Gesprächen am 20. und 24. Februar.

Von den VHH fordert die Gewerkschaft ver.di unter anderem die Einführung einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden. Das Angebot der VHH sieht eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 vor. Auf die Forderungen nach Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns ging die Arbeitgeberseite laut ver.di nicht ein. Das Angebot der VHH bewertet die Gewerkschaft als unzureichend. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder steht in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Tarifstreit im ÖPNV.