HVV-Streik in Hamburg: Wird morgen erneut gestreikt?

Derzeit bestreikt ver.di erneut Teile des Nahverkehrs in Hamburg. Wie lange dauert der aktuelle Streik noch an?
Christian Charisius/dpaFahrgäste in Hamburg mussten sich bereits seit Dienstag, dem 17. Februar 2026, auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen Wellenstreik bei den Verkehrsbetrieben der Hochbahn angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen können. Auch bei den VHH kam es am 18. Februar 2026 zu einem Warnstreik. Müssen Fahrgäste morgen, am Donnerstag, dem 20. Februar, ebenfalls mit Einschränkungen rechnen?
Streik in Hamburg morgen: HVV, Hochbahn und VHH auch am Freitag betroffen?
Die Streiks bei der Hochbahn dauern vom 17. bis einschließlich 19. Februar an. Bei den VHH waren Streiks am 18. und 25. Februar angekündigt. Der erste Warnstreik bei den VHH dauerte vom 18. Februar, ab 3 Uhr, bis 19.02.2026, 3 Uhr. Für Freitag, den 20. Februar 2026, sind keine Warnstreiks mehr angekündigt und der Nahverkehr sollte ab 3 Uhr morgens wieder regulär anlaufen. Erst am 25. Februar ist wieder mit Einschränkungen im ÖPNV bei den VHH zu rechnen.
Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) waren nicht vom Streik betroffen und fuhren wie gewohnt. Bei den Fähren der HADAG kam es ebenfalls zu keinen Warnstreiks.
Aktueller Streik in Hamburg 2026: Warum wird erneut gestreikt?
Hintergrund des nächsten Streiks in Hamburg sind laufende Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für Hochbahn-Beschäftigte 7,5 Prozent mehr Lohn und kritisiert, dass bislang kein Angebot vorliege. Die Hochbahn bezeichnet die angekündigten Streiks als „unnötig und nicht konstruktiv“ und verweist auf einen vereinbarten Verhandlungsfahrplan mit weiteren Gesprächen am 20. und 24. Februar.
Von den VHH fordert die Gewerkschaft ver.di unter anderem die Einführung einer Wochenarbeitszeit von 35 Stunden. Das Angebot der VHH sieht eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 vor. Auf die Forderungen nach Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns ging die Arbeitgeberseite laut ver.di nicht ein. Das Angebot der VHH bewertet die Gewerkschaft als unzureichend. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder steht in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Tarifstreit im ÖPNV.
