Inflationsschock bleibt aus
: Rate bleibt im Juli 2025 bei 2,0 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juli konstant geblieben. Der Anstieg der Verbraucherpreise betrug im Juli 2,0 Prozent im Vorjahresvergleich.
Von
Florian Huth
Berlin
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Inflation

Im Vergleich zum Vormonat Juni 2025 stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

Patrick Pleul/dpa
  • Deutschlands Inflationsrate bleibt im Juli 2025 bei 2,0 % – seit Jahresbeginn stabil.
  • Energiepreise sanken weiter: Kraftstoffe -4,5 %, Haushaltsenergie -2,6 %, Heizöl -5,0 %.
  • Lebensmittelpreise stiegen um 2,2 % – Schokolade +18,6 %, Kartoffeln -16,1 %.
  • Internationale Flüge wurden 6,8 % günstiger, Dienstleistungen verteuerten sich um 3,1 %.
  • EZB-Ziel von 2 % Inflation rückt näher – Experten erwarten Leitzinssenkung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Teuerungsrate habe sich „seit Jahresbeginn stabilisiert und blieb erneut zwei Monate in Folge unverändert“, erklärte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.

Rückgang der Energiepreise hält an

„Der Rückgang der Energiepreise hält an und dämpft die Gesamtteuerung“, fuhr Brand fort. Im Juli waren Energieprodukte laut dem Statistischen Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % günstiger. Sowohl die Preise für Kraftstoffe (- 4,5 %) als auch für Haushaltsenergie (- 2,6 %) gingen deutlich zurück. Besonders kräftig fielen die Preisnachlässe bei Brennholz, Holzpellets und anderen festen Brennstoffen aus (– 5,3 %) sowie bei leichtem Heizöl (– 5,0 %).

Internationale Flüge wurden günstiger

Überdurchschnittlich verteuerten sich mit 3,1 Prozent Dienstleistungen. Die Nettokaltmieten stiegen im Jahresvergleich um 2,0 Prozent. Nur wenige Dienstleistungen verbilligten sich demnach - darunter waren internationale Flüge, die um 6,8 Prozent günstiger wurden.

Nahrungsmittel wieder teurer

Für Nahrungsmittel mussten Verbraucherinnen und Verbraucher demnach im Juli 2,2 Prozent mehr ausgeben als im Vorjahresmonat:

  • Obst plus 7,6 Prozent
  • Zucker, Marmelade, Honig sowie andere Süßwaren 5,6 Prozent
  • Schokolade plus 18,6 Prozent
  • Kartoffelpreise minus 16,1 Prozent
  • Gemüse minus 3,2 Prozent

Inflation in Deutschland auf der Zielgeraden?

Silke Tobler vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung erklärte, die Juli-Zahlen bekräftigten, „dass die Inflation in Deutschland auf der Zielgeraden ist, um eine durchschnittliche Jahresrate von zwei Prozent zu erreichen“ und damit das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB).

„Auch im Euroraum insgesamt ist die Inflationslage entspannt“, erklärte Tobler. Da „die US-Zölle, hohe Energiepreise und die starke Aufwertung des Euro“ aber die Konjunktur drückten und so das Risiko einer zu niedrigen Inflation steige, solle die EZB den Leitzins bei der nächsten Sitzung senken.