Kommentar: Achtung, Verbot
Die Angst vor einem zweiten Lockdown ist berechtigt – doch die Politik darf jetzt nicht überziehen.

Guido Bohsem
Thomas Koehler/photothek.netAuch deshalb wird derzeit keine weitere Einschränkung des Wirtschaftslebens diskutiert, sondern Verbote, die das private Umfeld betreffen: Partyverbot, keine Karnevalssitzungen, Begrenzung der erlaubten Personenzahl bei Hochzeiten und so weiter. Das alles scheint sinnvoll, aber es wird diesmal nicht so leicht durchzusetzen sein wie im März. Es muss deshalb ein erhebliches Maß an regionaler Flexibilität gebe. Das ist politisch schwieriger, weil die Verantwortung nicht irgendwo nach Berlin abgewälzt werden kann. Doch nur so bleiben die Maßnahmen für die Bürger nachvollziehbar.
