Krieg zwischen den USA und Iran: Wie ist die aktuelle Lage auf Zypern?

Auf der britischen Militärbasis Akrotiri gab es einen Drohnenangriff.
Petros Karadjias/AP/dpaDas Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Zypern aktualisiert. Eine offizielle Reisewarnung gibt es weiterhin nicht. Dennoch weist das Ministerium auf die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten hin und rät Reisenden zu erhöhter Aufmerksamkeit.
Drohnenangriff auf britischen Stützpunkt
Auslöser der aktualisierten Hinweise ist ein Zwischenfall Anfang März. In der Nacht zum 2. März 2026 traf eine Drohne den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im Süden der Insel. Nach Angaben der britischen Regierung handelte es sich vermutlich um eine Drohne iranischen Typs vom Modell „Shahed“. Der Angriff verursachte demnach nur begrenzte Sachschäden, verletzt wurde niemand. Zudem wurde ein weiterer Drohnenangriff abgefangen. Der Luftwaffenstützpunkt Akrotiri gehört zu den britischen Militärbasen auf Zypern und liegt nahe der Stadt Limassol.
Hintergrund: Eskalation im Nahen Osten
Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele im Iran durch. In Reaktion darauf greift Iran nach Angaben des Auswärtigen Amts verschiedene Ziele in der Region an. Die Folgen betreffen auch den internationalen Luftverkehr. Mehrere Staaten haben ihre Lufträume zeitweise gesperrt, und zahlreiche Fluggesellschaften haben Flüge in Teile der Region eingestellt. Betroffen sind unter anderem wichtige internationale Drehkreuze wie die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Katar. Auch außerhalb der unmittelbar betroffenen Länder könnten daher Einschränkungen im Reiseverkehr auftreten.
Hinweise für Reisende auf Zypern
Das Auswärtige Amt rät Deutschen, die sich bereits auf Zypern aufhalten oder eine Reise planen, die Lage aufmerksam zu verfolgen. Dazu gehören insbesondere aktuelle Nachrichten und Hinweise der lokalen Behörden. Empfohlen wird unter anderem:
- regelmäßig Informationen zur aktuellen Lage zu verfolgen
- Anweisungen von Behörden und Sicherheitskräften zu befolgen
- die Nähe von Militäreinrichtungen zu meiden
- sich bei Fragen zu gebuchten Flügen direkt an Fluggesellschaft oder Reiseveranstalter zu wenden
Zudem empfiehlt das Auswärtige Amt grundsätzlich allen Reisenden, sich in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ einzutragen. So können deutsche Auslandsvertretungen im Notfall schneller Kontakt aufnehmen.
