Künstliche Intelligenz
: Kommt der Jahrhundertwinter oder nicht? Die KI-Prognose überrascht!

Müssen wir uns auf einen Jahrhundertwinter mit viel Schnee und eisiger Kälte einstellen? Was die Wettermodelle sagen und welche Prognosen die KI macht.
Von
Doreen Matschuk
Berlin/Potsdam
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Winter in Brandenburg: 09.01.2025, Brandenburg, Neuzelle: Im dichten Schneetreiben steht am Abend ein Kleintransporter am Straßenrand einer Allee im östlichen Brandenburg. Am späten Abend gab es in weiten teilen von Berlin und Brandenburg starken Schneefall. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die KI kann nun auch Wetter. Wie sieht ihre Prognose im Vergleich zu den klassischen Wettermodellen aus? Auf das müssen wir uns einstellen. (Symbolbild)

Patrick Pleul/dpa

Die ersten Prognosen zum Winter 2025/26 sorgen für Diskussionen: Zwischen Angst vor einem Kältetief und Hoffnung auf weiße Weihnachten scheiden sich die Geister. Doch wie zuverlässig sind diese frühen Vorhersagen – und was sagt Künstliche Intelligenz dazu?

Erste Langzeitprognosen: Wie kalt wird der Winter?

Laut Langzeitprognosen von Severe Weather Europe deuten mehrere klimatische Signale darauf hin, dass Europa ein klassischer Winter bevorstehen kann – kalt, schneereich und vergleichsweise hart.

Das ECMWF-Modell sowie das US-Modell CFS der NOAA machen ähnliche Voraussagen und prognostizieren zum aktuellen Zeitpunkt ein wachsendes Kältepotenzial in der Winterzeit.

Schwacher Polarwirbel und La Niña-Phase sind Hinweise

Die Indikatoren dafür sind u. a. ein schwacher Polarwirbel, der kalte Polarluft leichter nach Europa vordringen lässt sowie eine beginnende La-Niña-Phase im Pazifik, die für kühlere und schneereichere Bedingungen in Nord- und Mitteleuropa sorgt.

KI-Modelle rechnen anders als Meteorologen

Dominik Jung, Meteorologe, erklärt, dass neue Künstliche-Intelligenz-Modelle unzählige atmosphärische Einflussgrößen verknüpfen und so zu einem differenzierteren Bild kommen. Sie beziehen historischer Analogjahre und globaler Zirkulationsmuster mit in Ihre Berechnungen und kommen so zu folgendem Fazit:

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Winter 2025/26 deutlich kälter und schneereicher als der Durchschnitt ausfällt, liegt bei rund 45 Prozent.

KI erkennt ähnliche Wettermuster wie in 1985 und 2010

Die Muster ähneln historischen Kältewintern wie 1984/85 oder 2009/10 – Zeiten, in denen Deutschland wochenlang im Frost versank. Die KI erkennt Parallelen bei Meeresoberflächentemperaturen, Stratosphärenanomalien und blockierenden Hochdruckzonen über Skandinavien.

Damit steigt laut KI-Analyse die Wahrscheinlichkeit für einen echten „Jahrhundertwinter“ auf etwa 20 Prozent.