Kuriose Verbote in Deutschland: Strafen für das Begehen einer Brücke im Gleichschritt

Was es mit diesem Verbot auf sich hat, was genau verboten ist und was die Strafe dafür ist.
Bernd von Jutrczenka/dpaIn Deutschland gibt es eine Reihe kurioser Verbote. Dazu gehört das Gehen im Gleichschritt über eine Brücke. Was es mit diesem Verbot auf sich hat, was genau verboten ist und was die Strafe dafür ist.
Im Gleichschritt über eine Brücke gehen in Deutschland verboten
Nach Paragraf 27 Absatz 6 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Begehen einer Brücke von geschlossenen Verbänden im Gleichschritt in der Bundesrepublik Deutschland verboten. Der Grund: Der gleichmäßige Rhythmus der Schritte kann zu Schwingungen der Brücke führen, die durch Resonanz die Brücke zum Einsturz führen kann.
Jede Brücke hat eine eigene Schwingung, die Eigenfrequenz. Entspricht die Schrittfrequenz der Eigenfrequenz der Brücke, beginnt die Brücke verstärkt zu schwingen. Die verstärkten Schwingungen können im Ernstfall die Belastungsgrenze der Brücke überschreiten, was die Brücke zum Einstürzen bringt.
Es ist deshalb sehr verbreitet, dass Militärs den Gleichschritt vor dem Betreten einer Brücke aufheben und in ungleichem Tempo über die Brücke laufen. Das Verbot betrifft jedoch nicht nur Militärs, sondern alle Gruppen, die im Gleichschritt gehen können.
Strafe für Gleichschritt auf einer Brücke
Folgende Strafen gibt es für das Begehen einer Brücke im Gleichschritt:
- 10 Euro Strafe für den Verantwortlichen, der nicht dafür sorgt, dass ein geschlossener Verband die Regeln auf der Brücke befolgt
- 5 Euro Strafe für das Begehen einer Brücke im Gleichschritt
Quellen: bußgeldkatalog.net, deutschlandfunk.de, Straßenverkehrsordnung
