Grundschule Kita Maskenpflicht: Neue Corona-Regeln: Länder legen Linie fest

Maskenpflicht in der Schule.
CarlucciNach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern haben am Dienstag die Bildungsminister der Länder über neue Corona-Regeln für Schulen und Kitas beraten. Dazu gab es am Morgen eine Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz (KMK), wie ein Sprecher des Bildungsministeriums in Mainz mitteilte. Rheinland-Pfalz hat bis Ende des Jahres die KMK-Präsidentschaft. „Wir begrüßen das klare Bekenntnis zum Präsenzunterricht in dem Beschluss“ vom Montag, sagte der Ministeriumssprecher.
Das Hygienekonzept für Schulen werde ständig den Gegebenheiten angepasst, erklärte das Ministerium am Dienstag. Aufgrund der steigenden Infektionen sei bereits eine Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 eingeführt worden. Zudem gebe es zusätzliche Schnelltests für Kita, Grundschule und Kindertagespflege. Die Lehrkräfte erhielten zusätzliche Alltagsmasken und FFP2-Masken.
200.000 Schüler in Quarantäne – kommen Wechselunterricht und Maskenpflicht?
Beim Gipfel mit Angela Merkel hatten die Ministerpräsidenten auf ihrer Bildungshoheit beharrt. Die Gewerkschaft Gewerkschaft und Erziehung (GEW) kritisiert die Länder nun für die Absage an den Wechselunterricht. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig sagte am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin, es könne mit Blick auf das örtlich sehr unterschiedliche Infektionsgeschehen in Schulen nicht um eine bundesweite Maskenpflicht in Grundschulen gehen. „Man muss es an Inzidenzen knüpfen.“ Das sähen auch die anderen Länder so.
Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe verwies auf Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK), wonach inzwischen rund 200.000 Schüler in Quarantäne und mehr als 3000 Lehrer mit dem Coronavirus infiziert seien. Vor diesem Hintergrund sollten „zielführende Vorschläge“ nicht abgelehnt werden. Das gelte auch im Grundschulbereich. Dort solle nun zügig nach zusätzlichen Räumen gesucht werden, um Abstände in Klassen einhalten zu können.

