Mit Kindern unterwegs
: Hochalpiner Ausflug mit Kinderwägen - 36 Personen gerettet

Ohne passende Ausrüstung, ohne Planung und mit Kleinkindern: So machten sich drei Familien in Österreich zu einer Wanderung auf. Auf über 2300 Metern waren sie auf die Hilfe von Rettern angewiesen.
Von
dpa
Sölden
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Mehrere Menschen laufen an der Uferpromenade entlang, während im Hintergrund der Bodensee und die Alpen in der Schweiz zu sehen sind. (zu dpa: «Hochalpiner Ausflug mit Kinderwägen: 36 Personen gerettet»)

Felix Kästle/dpa
  • Drei Familien gerieten bei Sölden auf über 2300 Metern mit Kinderwägen in Bergnot.
  • Die Gruppe startete spontan von der Bergstation der Wildspitzbahn ohne passende Ausrüstung.
  • Mehrfach verließen sie den markierten Weg – zwei Mitglieder setzten einen Notruf ab.
  • Zwei Rettungshubschrauber und Bergretter brachten 36 Personen in Sicherheit.
  • Verletzt wurde niemand, doch die Beteiligten sollen die Einsatzkosten bezahlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einer spontanen Wanderung auf über 2300 Metern über dem Meeresspiegel sind in Österreich drei Familien mit Kleinkindern und Kinderwägen in Bergnot geraten. Wie die Tiroler Polizei am Montag mitteilte, mussten Rettungskräfte am Sonntag (9.8.) insgesamt 36 Personen aus hochalpinem Gelände bergen.

Die befreundeten Familien seien kurzfristig von der Bergstation der Wildspitzbahn bei Sölden zu einer Wanderung aufgebrochen. Die Ausrüstung der Gruppe mit Erwachsenen, Jugendlichen und mehreren Kleinkindern sei „gleich null“ gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Personen stammten demnach aus Belgien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Österreich.

Wanderer kamen vom Weg ab

Während der Wanderung gerieten die Familien mehrfach in unwegsames und risikoreiches Gelände und kamen teilweise vom markierten Weg ab. Schließlich setzten zwei Mitglieder der Gruppe einen Notruf ab.

Zwei Rettungshubschrauber stiegen auf, um die Wanderer aus ihrer Notlage zu befreien. Mit den Helikoptern wurden 14 Personen geborgen, 4 davon mittels Seil. Weitere 22 Personen wurden von Bergrettern zu Fuß ins Tal gebracht. 

Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die offenbar nicht bergerfahrenen Wanderer würden eine Rechnung zur Bezahlung des Einsatzes erhalten, sagte der Polizeisprecher.