Mond und Planeten im Januar 2026: Diese hellen Sterne leuchten in Mondnähe

Der Mond trifft Planeten im Januar 2026: Diese hellen Sterne leuchten in Mondnähe. (Symbolbild)
Peter Komka/MTI/dpaEin heller Planet in der Nähe des Mondes ist ein besonderer Anblick. Im Januar 2026 zieht der Mond an mehreren Planeten und markanten Sternen vorbei. Diese Termine lohnen sich besonders für den Blick in den Abend- oder Nachthimmel.
Diese hellen Sterne sieht man jetzt in der Nähe vom Mond
Vom 12. bis 18. Januar durchläuft der Mond die Sternbilder Jungfrau, Waage, Skorpion, Schlangenträger, Schütze und Steinbock. In dieser Zeit begegnet er mehreren Planeten und Sternen. Wir verraten, welche Begegnungen sich am meisten lohnen und wie man sie sehen kann.
Was bedeutet eine Begegnung von Mond und Planet?
Größte Annäherung: Die größte Annäherung beschreibt den geringsten scheinbaren Abstand zweier Himmelskörper am Himmel.
Konjunktion: Von einer Konjunktion spricht man, wenn zwei Objekte die gleiche Rektaszension oder ekliptikale Länge haben. Umgangssprachlich werden beide Begriffe oft gleichgesetzt.
Okkultation (Bedeckung): Eine Okkultation tritt ein, wenn der Mond einen Stern oder Planeten verdeckt. Solche Ereignisse sind nur von bestimmten Regionen der Erde aus sichtbar.
Die spannendsten Mond-Begegnungen im Januar 2026
18. bis 19. Januar: Mars, Merkur, Venus und Pluto
Der Mond begegnet Mars, Merkur und Venus. Alle drei Planeten befinden sich jedoch zu nah an der Sonne und sind somit leider nicht beobachtbar. Zudem ist am 18. Januar Neumond, weshalb man auch diesen nur mit Mühe sehen wird.
Am 19. Januar wird der Mond auch dem Planeten Pluto extrem nahe kommen. An einigen Orten wird der Mond Pluto sogar verdecken – dieses Phänomen nennt man Plutobedeckung. Beide Objekte befinden sich jedoch ebenfalls zu nah an der Sonne und können deshalb nicht beobachtet werden.
Diese Konstellationen sind daher vor allem astronomisch interessant, aber nicht für die praktische Himmelsbeobachtung geeignet.
23. Januar: Saturn und Neptun
Am 23. Januar zieht der zu 21 % beleuchtete Mond nahe an Saturn vorbei. Beide befinden sich im Sternbild Fische und sind nach Sonnenuntergang über dem west-südwestlichen Horizont zu sehen.
Saturn lässt sich gut mit bloßem Auge erkennen, ein Fernglas zeigt ihn noch klarer. Wer ein Teleskop besitzt, kann zusätzlich den deutlich lichtschwächeren Neptun in der Nähe aufsuchen.
Neptun ist nicht mit bloßem Auge sichtbar und erfordert mindestens ein leistungsstarkes Fernglas oder besser ein Teleskop. Der helle Saturn dient dabei als gute Orientierungshilfe.
27. Januar: Uranus und Plejaden
Mittlerweile ist der Mond zu 67 % beleuchtet. Am 27. Januar zieht er nahe an Uranus im Sternbild Stier vorbei. Aufgrund der Helligkeit des Mondes ist Uranus nur mit optischen Hilfsmitteln zu erkennen. Ein leistungsstarkes Fernglas oder ein kleines Teleskop ist notwendig, um ihn vom Sternenhintergrund zu unterscheiden.
Zusätzlich leuchten die Plejaden in der Nähe. Regional wird man eine Bedeckung der Plejaden durch den Mond sehen können. Der Mond schiebt sich dann Stück für Stück vor die einzelnen Sterne.
31. Januar: Jupiter
Zum Ende des Monats, am 31. Januar, nähert sich der fast volle Mond (95 % beleuchtet) dem sehr hellen Jupiter. Beide stehen im Sternbild Zwillinge und sind bereits bei Sonnenuntergang gut sichtbar – sogar bis fast zum Morgengrauen.
Jupiter lässt sich problemlos mit bloßem Auge erkennen, mit einem Fernglas zeigen sich erste Details.
Wenn Sie ganz genau wissen möchten, wann und wo der Mond aufgeht und welche Planeten und Sterne zu welcher Zeit zu sehen sind, empfehlen wir sogenannte Planetarium-Apps, wie Star Walk 2, Sky Tonight, Stellarium oder Planetarium. Mit ihnen lässt sich sehr einfach der Nachthimmel erforschen und spannende Dinge entdecken.