Mounjaro Preis 2025: Wie viel kostet die Alternative zu Wegovy und Ozempic?

Spritzen der Marken „Wegovy“, „Ozempic“ und „Mounjaro“ werden in einer Apotheke verkauft. Das rezeptpflichtige Medikament „Mounjaro“ ist nun auch in Deutschland erhältlich. Alle Infos zu Abnehmspritzen im Überblick.
Jens Kalaene/dpa- Mounjaro ist ein neues Medikament zur Gewichtsreduktion, erhältlich in Deutschland seit Ende 2023.
- Mounjaro enthält den Wirkstoff Tirzepatid und wird von Eli Lilly vertrieben.
- Preise (Februar 2025): 2,5 mg: 206 €/Monat, 5 mg: 277 €/Stück, 10 mg: 383 €/Stück, 15 mg: 489 €/Stück.
- Krankenkassen übernehmen die Kosten in Deutschland nicht, nur zur Diabetes-Therapie.
- Forderung nach gesetzlicher Änderung wächst.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bisher blieb oft nur die Möglichkeit einer Magenverkleinerung, um Betroffenen starker Adipositas zu helfen. Angeheizt durch die Nutzung von Prominenten und Videos in sozialen Medien avancieren neue Abnehmmedikamente zum Lifestyle-Trend. Eine gängige Alternative zu Abnehmspritzen wie Wegovy ist Mounjaro. Wie viel wird für das Medikament fällig?
Laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft sind Abnehmspritzen ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das unbedingt unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden muss. Medikamente zur Gewichtsreduktion sollten demnach keinesfalls unkontrolliert als allgemeine Abnehm-Mittel für die breite Bevölkerung eingesetzt werden. Sie sind für die Gewichtsreduktion nur für Menschen mit Adipositas oder starkem Übergewicht und gewichtsbezogenen Begleiterkrankungen gedacht.
Abnehmspritze Mounjaro: Wirkstoff Tirzepatid
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly vertreibt unter dem Namen „Mounjaro“ eine Abnehmspritze, die den Wirkstoff Tirzepatid enthält, welcher ebenso wie Semaglutid ein GLP-1-Rezeptoragonist ist. Im Gehirn wird mit ihnen der Impuls gesetzt, satt zu sein. Hungergefühle werden vermindert, Heißhungerattacken sind seltener und weniger stark, die Vorliebe für besonders fetthaltige Nahrungsmittel schwindet. Mounjaro ist seit Ende 2023 in der EU zugelassen.
Mounjaro vs. Wegovy
Laut einer Studie um Nicholas Stucky vom US-Unternehmen Truveta, lässt sich mit Tirzepatid deutlich eher ein starker Gewichtsverlust erreichen als mit Semaglutid. Die Nebenwirkungsrisiken beider Substanzen seien vergleichbar, berichtet das Forschungsteam im Fachjournal „JAMA Internal Medicine“. Knapp 82 Prozent der mit Tirzepatid behandelten Männer und Frauen erreichten 5 Prozent oder mehr Gewichtsverlust, mit Semaglutid waren es rund 67 Prozent. Eine Reduktion um 15 Prozent oder mehr erreichten rund 42 Prozent (Tirzepatid) und 18 Prozent (Semaglutid). Die Rate an Magen-Darm-Problemen wie Übelkeit, Durchfall und Verstopfung als Nebenwirkung war bei beiden Gruppen ähnlich. Aussagen zu Langzeitfolgen sowie zum Erreichen wichtiger Ziele wie einem verringerten Risiko für Herzinfarkte ließen sich aus der Analyse nicht ableiten.
Abnehmspritze Mounjaro auf Rezept in der Apotheke kaufen
In Deutschland ist Mounjaro seit Ende 2023 zur Gewichtsabnahme zugelassen. Damit kann es auch auf Privatrezept in den Apotheken gekauft werden.
Preis 2025: Kosten für Mounjaro in Deutschland
Die Preise für die meisten Dosierungen von Mounjaro haben sich laut Apotheke Adhoc im Februar 2025 erhöht. Bei einer Dosierung hat der Hersteller jedoch auch eine Preisreduktion vorgenommen. Die Preise im Überblick:
- Der Preis der Startdosierung à 2,5 mg wurde gesenkt. Die Kosten in dieser Dosierung betragen nach einer Preisreduktion von 20 Prozent 206 Euro pro Monatspackung.
- Die 5-mg-Dosierung verteuert sich von ca. 259 auf 277 Euro pro Stück. Drei Stück kosten künftig 808 statt 755 Euro.
- Für die 10-mg-Dosierung steigt der Preis pro Stück von 322 auf 383 Euro. Der Dreierpack erhöht sich von 943 auf 1126 Euro.
- In der höchsten Dosierung (15 mg) verteuert sich ein Stück von 345 auf 489 Euro.
Die Preise für Wegovy und Ozempic gibt es hier zum Vergleich.
Werden Abnehmspritzen wie Mounjaro von den Krankenkassen übernommen?
Für Diabetes mellitus Typ 2 kann das Mounjaro zulasten der GKV abgerechnet werden. Beim Ziel reiner Gewichtsreduktion sieht das jedoch anders aus: Während die Kosten für die medikamentöse Therapie von Adipositas in Ländern wie der Schweiz von den Krankenkassen übernommen werden, müssen Betroffene in Deutschland die Medikamente selbst bezahlen. Nach geltender Sozialgesetzgebung werden diese Wirkstoffe in Deutschland gesetzlich als Lifestyle-Medikamente angesehen. Viele Therapiemethoden, einschließlich Ernährungsberatung und medikamentöse Therapie, werden von den Krankenkassen somit nicht erstattet. Dagegen regt sich zunehmend Wiederstand, da Adipostias eine hormonelle Krankheit ist und entgegen der tatsächlichen Ursachen gesellschaftlich immer noch stark stigmatisiert ist. Für eine Übernahme durch die Krankenkassen müsste das Gesetz abgeändert werden.
(Mit Material der dpa)
