MVG-Streik
: Wird in München auch morgen gestreikt?

Diese Woche wird erneut der Nahverkehr in München bestreikt. Ab wann können Fahrgäste wieder mit einem regulären Fahrplan rechnen?
Von
David Hahn
München
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Vor Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr - München: 30.01.2026, Bayern, München: Busse der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) stehen in einem Betriebshof. Am Montag soll es bundesweit Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr geben. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verdi bestreikt die MVG am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in München. Mit Fahrtausfällen ist besonders am Mittwoch und am Donnerstag zu rechnen.

Sven Hoppe/dpa

Fahrgäste in München müssen sich am Mittwoch und Donnerstag erneut auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen weiteren Warnstreik bei der MVG angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen könnten. Bereits am Dienstag legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice ganztägig ihre Arbeit nieder.

MVG-Streik in München: Wird morgen ebenfalls gestreikt?

Die Gewerkschaft Verdi hat bereits für Dienstag, 17. März, zum vierten Mal in der laufenden Tarifverhandlung zu einem ganztägigen Warnstreik bei der MVG aufgerufen. An diesem Tag sind jedoch nicht die Fahrerinnen und Fahrer, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice zum Warnstreik aufgerufen. Busse und Trams sollen regulär verkehren, nur bei der U-Bahn kann es im Laufe des Tages zu Einschränkungen kommen. Massive Ausfälle im Münchner Nahverkehr sind dann für Mittwoch (18.03.2026) und Donnerstag (19.03.2026) angekündigt, wenn alle Tarifbeschäftigten inklusive der Fahrerinnen und Fahrer streiken. Der reguläre Betrieb kann voraussichtlich ab Freitag, dem 20. März, zum Betriebsstart wieder aufgenommen werden.

Welche Linien fahren und welche nicht?

Die U-Bahn, Tram und Busse bis Linie 199 sind betroffen. Die MVG empfiehlt, am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen, wenn möglich.

Die MVG plant für den Streik einen Notfahrplan, bei dem Busse die Grundversorgung sichern und je nach Personal vereinzelt Tram- und U-Bahn-Linien (insbesondere Tram 20 und U6) verkehren. Auch Großveranstaltungen wie das Fußballspiel am Mittwoch werden in die Planung einbezogen.

Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht vom Streik betroffen und fahren wie gewohnt. Auch Regionalbusse verkehren weiterhin.

Aktuelle Informationen zum laufenden Betrieb stellt die MVG am Streiktag in der Regel über „Aktuelle Störungen“ auf mvg.de sowie über den Bereich „Störungen“ in der App MVGO bereit. Dort sind Live-Daten zu tatsächlich eingesetzten Fahrzeugen abrufbar und werden laufend aktualisiert.

Streik 2026 aktuell: Hintergrund

Der aktuelle Warnstreik findet im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde statt, in der laut Verdi die Arbeitsbedingungen für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen in allen Bundesländern verhandelt werden. Zugleich geht es in Bayern, Brandenburg, Thüringen, dem Saarland und bei der Hamburger Hochbahn auch um die Löhne und Gehälter der Beschäftigten.

Mit Material der dpa