Nächster Streik in Hamburg
: HVV, VHH und Hochbahn betroffen - Wann es zu Ausfällen im ÖPNV kommt

Der Nahverkehr in Hamburg wird diese Woche erneut bestreikt. Auf welche Einschränkungen müssen sich Fahrgäste einstellen?
Von
David Hahn
Hamburg
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Winter in Hamburg: ARCHIV - 14.02.2026, Hamburg: Eine U-Bahn fährt an den verschneiten Landungsbrücken entlang. (zu dpa: «Pendler in Hamburg stehen am Mittwoch vor großen Problemen») Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Diese Woche bestreikt ver.di erneut Teile des Nahverkehrs in Hamburg.

Daniel Bockwoldt/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat einen neuen Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben der Hochbahn angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen können. Auch bei den VHH kommt es zu Einschränkungen.

Streik in Hamburg bei HVV, Hochbahn und VHH

Von Freitag, 27. Februar, 3 Uhr, bis Sonntag, 1. März, 3 Uhr, ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn AG zu einem 48-stündigen Warnstreik auf. Betroffen sind der Bus- und U-Bahn-Verkehr in Hamburg. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Hintergrund sind die ergebnislos beendeten Tarifverhandlungen am 24. Februar. Bundesweit sind an diesem Wochenende zudem weitere Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Ob sich auch die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein beteiligen, ist noch offen und hängt vom Verlauf ihrer laufenden Verhandlungen ab. Bereits am Mittwoch, 25. Februar, beginnend um 3 Uhr morgens, bis Donnerstag, 26. Februar, 3 Uhr morgens, dauert ein Warnstreik bei vhh.mobility (Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH) an. Dieser soll nach Informationen der VHH allerdings nur zu einzelnen Fahrtausfällen im Hamburger Westen sowie im Kreis Pinneberg führen.

Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht von den aktuellen Streiks betroffen und fahren diese Woche wie gewohnt.

Streik in Hamburg 2026 aktuell: Warum wird erneut gestreikt?

Inhaltlich geht es um deutliche Differenzen bei Lohnhöhe und Laufzeit. Die Arbeitgeberseite legte ein Angebot mit einer Laufzeit von 36 Monaten vor, das nach Darstellung von ver.di nicht einmal die Kaufkraftverluste durch die Inflation ausgleichen würde. Die Gewerkschaft fordert hingegen 7,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine soziale Komponente für untere Entgeltgruppen. Weitere Forderungen betreffen eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 7,5 Prozent, einen Mietkostenzuschuss von 200 Euro monatlich für Auszubildende, die vollständige Übernahme der Kosten für das Deutschlandticket und eine Regelung zur Altersteilzeit. Ver.di begründet die Forderungen mit gestiegenen Lebenshaltungskosten und kritisiert einen aus ihrer Sicht fehlenden Bewegungsspielraum der Arbeitgeber.