Nächster Warnstreik in Hessen
: Diese Städte sind betroffen - Wann und wo der ÖPNV zum Erliegen kommt

Ver.di hat einen neuen Streik im ÖPNV in Städten Hessens angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Co. jetzt einstellen?
Von
David Hahn
Wiesbaden
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Straßenbahn in Frankfurt: ARCHIV - 13.01.2024, Hessen, Frankfurt/Main: Straßenbahnen fahren durch die Innenstadt von Frankfurt am Main.  (zu dpa: «Land und Verkehrsverbünde einigen sich auf Finanzierung») Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Straßenbahnen fahren durch die Innenstadt von Frankfurt am Main. In Kürze droht in Hessen ein neuer Streik.

Boris Roessler/dpa

Deutschland erlebt derzeit eine Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr. Auch Hessen war davon bereits zweimal betroffen. Ver.di hat jetzt erneut einen Warnstreik in dem Bundesland angekündigt. Worauf müssen sich Fahrgäste im ÖPNV in Hessen einstellen? Die aktuellen Informationen gibt es hier im Überblick.

Streik in Hessen: ÖPNV in Frankfurt, Marburg und Gießen betroffen

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2025, müssen sich Fahrgäste in Frankfurt am Main auf massive Ausfälle im Nahverkehr einstellen. Der Streik soll mit Betriebsbeginn starten. Laut dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) werden in Frankfurt am Main voraussichtlich alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) vom Streik betroffen sein. Damit steht das „Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes“ still, wie die VGF auf ihrer Webseite die aktuelle Situation beschreibt.

Trotz des Warnstreiks werden in Frankfurt am Main laut dem RMV die S-Bahn-Linien, die Regionalzüge, die städtischen Buslinien, der Schienenersatzverkehr für die U2 und die regionalen Buslinien und Express-Busse verkehren. Die Züge der Deutschen Bahn fahren ohne Einschränkungen.

Am Donnerstag kommt es in Hessen auch in Marburg und in Gießen zu Streiks, wobei die Auswirkungen geringer ausfallen als in Frankfurt am Main. Die Marburger Verkehrsgesellschaft geht Informationen der Hessenschau zufolge davon aus, dass die Busse am 19.02.2026 regulär fahren können. In Gießen werden ebenfalls kaum streikbedingte Auswirkungen auf den Busverkehr erwartet.

Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.